25.000 Afghanen – Deutschland stellt Flüchtlings-Ampel auf grün

Deutschland nimmt 25.000 Flüchtlinge aus Afghanistan auf. / Foto: Flüchtlinge an der österreichisch-ungarischen Grenze im Jahr 2015 - Foto: iStock.com/ RadekProcyk
Deutschland nimmt 25.000 Flüchtlinge aus Afghanistan auf. / Foto: Flüchtlinge an der österreichisch-ungarischen Grenze im Jahr 2015 - Foto: iStock.com/ RadekProcyk

Die EU nimmt 40.000 afghanische Flüchtlinge auf. 25.000 davon finden in Deutschland ein neues Zuhause. Das bestätigte die EU-Innenkommissarin Ylva Johansson nach dem EU-Innenministertreffen vergangenen Donnerstag gegenüber der französischen Presseagentur AFP.

 

Deutschland nimmt Großteil der Afghanen

Insgesamt haben 15 EU-Mitgliedsstaaten sich bereit erklärt 40.000 afghanische Flüchtlinge aufzunehmen. Mit 25.000 Menschen nimmt Deutschland mit Abstand am meisten Afghanen auf. Das deutsche Innenministerium erklärte, dass es sich bei den Flüchtlingen vor allem um afghanische Ortskräfte handle. Weiters nehmen die Niederlande etwas mehr als 3000 Afghanen auf, Spanien und Frankreich rund 2500.

Mit rund 44.000 Afghanen hat Österreich bereits die zweitgrößte Afghanen-Community in der ganzen EU. Aus diesem Grund setzt die österreichische Bundesregierung auf die Hilfe vor Ort und betonte keine weiteren Flüchtlinge aus Afghanistan aufnehmen zu wollen.

Österreich bei Schutz von Menschen „vorbildgebend“

Bundeskanzler Karl Nehammer erklärte im Interview am Sonntagabend, dass Österreich jeden Tag für den Schutz von Frauen, Männern und Kinder „unglaublich viel tut“. Österreich ist somit beim Schutz von Menschen „vorbildgebend“ in der EU.

Bereits in der Vergangenheit hat sich Österreichs Bundesregierung beim Thema Afghanistan klar positioniert: So wurde stets auf die Hilfe vor Ort gesetzt und die Gespräche über die Umverteilung von Flüchtlingen in der EU abgelehnt. Zudem wurde der Beitrag an humanitärer Hilfe für Afghanistan aus Österreich stark erhöht – zuletzt auf insgesamt 18 Millionen Euro.

Weiters ist Österreich in den letzten Monaten im engen bilateralen Austausch mit den Nachbarländern Afghanistans. Diese Nachbarländer sollen dabei helfen, die Migrationsströme aus Afghanistan zu kontrollieren, formulierte die Regierung ihr Ziel im Sommer.