Sebastian Kurz verurteilt Angriffe auf Israel scharf

Foto: Arno Melicharek
Foto: Arno Melicharek

Bundeskanzler Sebastian Kurz verurteilt die Angriffe auf Israel scharf und fordert eine sofortige Deeskalation der Situation. Nur wenige europäische Regierungschefs haben sich bislang so klar positioniert.

 

In Israel kommt es in den vergangenen Tagen zu immer heftigeren Eskalationen. Gestern Nacht gab es zahlreiche Raketenangriffe durch die Hamas aus Palästina. Auch Israel setzte auf Raketenangriffe und Bombardements im Gazastreifen, um nach Angaben des israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu hochrangige Akteure der Hamas auszuschalten.

 

Recht auf Selbstverteidigung Israels

Nach Angaben der israelischen Armee gab es bislang mehr als 1.000 Raketenangriffe aus dem Gazastreifen in Richtung Israel. Bundeskanzler Kurz betonte hierbei Israels Recht auf Selbstverteidigung.

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) zeigte sich „tief besorgt von der Spirale der Gewalt und den anhaltenden Raketenangriffen aus Gaza“. Auch Schallenberg forderte eine „unverzügliche Deeskalation“

 

Keine Entspannung in der Region

Ende 2020 hat es zunächst Annäherungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Oman gegeben, was bei Beobachtern die Hoffnung auf Entspannung in der Region brachte. Das wurde damals von Palästina scharf kritisiert. Nun ist der Konflikt zumindest zwischen Palästina und Israel so heftig eskaliert wie seit mehreren Jahren nicht mehr.

Laut Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza gab es bislang 48 Todesopfer auf Seiten der Palästinenser. In Israel kamen bislang sechs Menschen durch den Raketenbeschuss um.