UNO-Geberkonferenz: 20 Millionen Euro Soforthilfe aus Österreich für Afghanistan

Frauenministerin Susanne Raab vertrat am 13. September 2021 Österreich bei UN-Geberkonferenz für Afghanistan. Foto: Andreas Wenzel, Bka
Frauenministerin Susanne Raab vertrat am 13. September 2021 Österreich bei UN-Geberkonferenz für Afghanistan. Foto: Andreas Wenzel, Bka

Am Montag wurde Österreich von Frauenministerin Susanne Raab bei der UNO-Geberkonferenz vertreten. Dabei gab Raab bekannt, dass Österreich insgesamt 20 Millionen Euro Soforthilfe für Afghanistan bereitstellen wird. Bundeskanzler Kurz und Außenminister Schallenberg haben in der Vergangenheit auf eine rasche UNO-Geberkonferenz gedrängt und Österreichs umfangreiche Hilfe vor Ort zugesagt, die nun konkretisiert wurde. Raab betonte, dass ein wesentlicher Teil der finanziellen Mittel der Hilfe von Frauen und Mädchen zugutekommt.

Die nun zugesagte Hilfe Österreichs setzt sich aus zwei wesentlichen Komponenten zusammen. Einem Paket von 18 Millionen Euro, das die Regierung im Ministerrat vergangene Woche beschlossen hat. Davon werden 10 Millionen Euro an das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) gehen, 5 Millionen Euro an UN Women und 3 Millionen Euro an das UN-Welternährungsprogramm.

 

2 Millionen Euro zusätzlich

Zusätzlich dazu werden 2 Millionen Euro aus den Mitteln der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA) für humanitäre Hilfe in Afghanistan bereitgestellt, die vom Internationalen Roten Kreuz vor Ort koordiniert wird.

Mit diesem Paket legt die Bundesregierung speziell einen Fokus auf die Unterstützung von Frauen und Mädchen, wie auch Ministerin Raab begrüßt: „Mir ist besonders wichtig, dass ein beträchtlicher Teil dieses Hilfspakets gezielt für Frauen und Mädchen in Afghanistan und in der Region eingesetzt wird. So leistet Österreich einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Frauen und Mädchen, die am meisten unter dem radikalislamistischen Taliban-Terror-Regime leiden.“ Allein ein Viertel der Mittel aus Österreich geht an die Organisation „UN Women“.

 

Bevölkerung in Afghanistan „so schnell wie möglich“ helfen

Außerdem sollen mit den Mitteln Vertriebene in der Region unterstützt und versorgt werden. „Die österreichische Bundesregierung hat daher bereits letzte Woche ein Soforthilfe-Paket in Höhe von 18 Millionen Euro beschlossen, um dort zu helfen, wo es am effektivsten ist: direkt vor Ort“, so Ministerin Raab am Anschluss an die Konferenz.

So verfolgte die Konferenz das Ziel „der Bevölkerung in Afghanistan so schnell wie möglich zu helfen“, so Raab. Darauf hatten Kurz und Schallenberg nach Zuspitzung der Situation in Afghanistan international vehement gedrängt, auch auf eine Rasche UNO-Geberkonferenz, wie sie nun stattfand.