Damit KMUs den digitalen Anschluss nicht verlieren wird das Programm KMI.digital bereits zum 5. Mal aufgesetzt. Foto: istock / ijeab

Im Jahr 2017 wurde das Erfolgsprogramm KMU.DIGITAL gestartet. Nun geht die Initiative in die fünfte Runde. Für den Zeitraum 2022/2023 werden zehn Millionen Euro aus EU-Mitteln für die Beratung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten für österreichische kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zur Verfügung gestellt.

 

Bereits 20.000 Initiativen unterstützt

Österreich ist mit rund 360.000 kleine und mittleren Unternehmen (99,6%) ein KMU-Land. Beim Mittelstand ist die Digitalisierung noch nicht vollständig angekommen. Nur 22% der heimischen KMU sind im Online-Vertrieb tätig (DESI 2021) Seit Beginn des Programms konnten rund 20.000 Beratungs- und Umsetzungsinitiativen mit einem Budget von rund 20 Millionen Euro unterstützt werden.

„Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet zügig voran und bringt vor allem für kleine und mittlere Unternehmen enorme Innovationschancen. Kleine und mittlere Unternehmen stehen gleichzeitig vor besonderen Herausforderungen und brauchen daher maßgeschneiderte Unterstützung, um die Möglichkeiten, die sich durch digitale Nutzung und Anwendung ergeben, am Markt unmittelbar implementieren zu können“, so Wirtschaftsminister Martin Kocher.

Umfrageergebnisse zeigen, dass die Zufriedenheit mit den Beratungsleistungen und der administrativen Abwicklung der Förderung sehr hoch ist. Aktuellen Handlungsbedarf für KMU sieht Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer insbesondere im Bereich Cyber-Security, der in der Neuauflage von KMU.DIGITAL durch entsprechende Beratungen in der neuen Förderperiode abgedeckt sein wird.

 

Standortentscheidend

Für den neuen Staatssekretär für Digitalisierung und Breitbandausbau Florian Tursky sieht in der Digitalisierung den entscheidenden Faktor für den Standort. „Jeder Euro, der kleine und mittlere Unternehmen im Digitalbereich unterstützt, ist gut investiert. Daher begrüße ich diese Förderung in der Höhe von 10 Millionen Euro. Eines ist klar: Die digitale Transformation ist für die Zukunft unseres Standortes entscheidend“, sagte Tursky.

Instagram

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Instagram.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Zwei Förderschienen

Die zehn Millionen Euro teilen sich in zwei Bereiche auf, der Beratungsförderung sowie der Umsetzungsförderung. Die Beratungsförderung erfolgt über die WKÖ und ist mit 5,5 Mio. Euro budgetiert. Hier erfolgen Einzelberatungen für KMU zu den wichtigsten Themen wie E-Commerce, IT- und Cybersecurity, digitale Verwaltung, etc. Die Umsetzungsförderung in Höhe von 4,5 Millionen Euro läuft über das aws. Hier sollen mit Beratern erarbeitete Konzepte schnell in die Umsetzung kommen. Investitionsprojekte von 3.000 Euro bis 30.000 Euro (max. 30% Förderung) werden mit bis zu 6.000 Euro gefördert.

Einreichmöglichkeit besteht über www.kmudigital.at oder die aws. Die Digitalisierungsoffensive KMU.DIGITAL ist eine Initiative des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich und wird durch die Europäische Union refinanziert.