Ermittlungen gegen Kronzeugen Schmid

Zweifel an Thomas Schmid: Er soll im Verfahren rund um Postenbesetzungen falsch ausgesagt haben, denn vier Beamte des Finanzminister widersprachen seiner Darstellung. Daher wird gegen Schmid wegen Falschaussage ermittelt. Foto (Schmid, 2022): Imago, Martin Juen
Zweifel an Thomas Schmid: Er soll im Verfahren rund um Postenbesetzungen falsch ausgesagt haben, denn vier Beamte des Finanzminister widersprachen seiner Darstellung. Daher wird gegen Schmid wegen Falschaussage ermittelt. Foto (Schmid, 2022): Imago, Martin Juen

Die Staatsanwaltschaft Linz hat nun Ermittlungen gegen Thomas Schmid eingeleitet: Er soll falsch ausgesagt haben.

 

Kronzeugen zu Wahrheit und Vollständigkeit verpflichtet

Thomas Schmid ist damit der erste Kronzeuge, der als Beschuldigter geführt wird. Bekanntlich hat Schmid in gerichtlichen Verfahren um Postenbesetzung bei Finanzämtern als Kronzeuge der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ausgesagt. Kronzeugen sind – unter anderem – dazu verpflichtet, wahrheitsgemäß und vollständig auszusagen.

Hohes Interesse: Ermittlungen gegen Thomas Schmid. Foto: Screenshot oe24.at

Hohes Interesse: Ermittlungen gegen Thomas Schmid. Foto: Screenshot oe24.at

Ermittlungen wegen falscher Beweisaussage

Thomas Schmid war Generalsekretär im Finanzministerium. Der jetzige Verdacht der Falschaussage bezieht sich auf die Aussagen von Schmid im laufenden Prozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger. In diesem Verfahren haben vier Beamte des Finanzministeriums den Aussagen Schmids rund um die Besetzung einer Leitungsfunktion am Finanzamt Rohrbach (OÖ) widersprochen. Daher wurde nun nach einer Sachverhaltsdarstellung von der Staatsanwaltschaft Linz gegen Schmid ein Verfahren wegen falscher Beweisaussage (§ 288 Strafgesetzbuch) eingeleitet.

Die Staatsanwaltschaft Linz hat zudem angeordnet, dass die Tonbänder dieser Zeugenaussagen vom Linzer Gericht nicht gelöscht werden dürfen.

weitere Beiträge

Abschiebungen steigen auf einen neuen Rekordwert, während die Asylanträge einen Tiefststand erreichen. Das Innenministerium veröffentlichte am Freitag die aktuelle Asylstatistik. Foto: iStock/Stadtratte

Asylanträge auf Tiefststand, Abschiebungen auf Rekordwert

Mit dem Zukunftsdepot sieht Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl für Kinder bessere Startchancen gegeben. Foto: Büro BMFStS

Wie kleine Monatsbeträge zum vollen „Zukunftsdepot“ anwachsen

Finanzbildung dient dazu, mit dem eigenen Geld noch besser umzugehen, zu sparen und richtig zu rechnen. Die Finanzbildung vermittelt zudem Schutz vor Betrug, sagen Finanz-Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl und Nationalbank-Gouverneur Martin Kocher. Foto: Christopher Dunker

Sparen und Rechnen für alle Lebenslagen

Erteilt der Forderung nach Lockerung des Einbürgerungsrechts eine schnelle und klare Absage: ÖVP-General Markus Gstöttner. Foro: Jakob Glaser

Klartext von Gstöttner: „Ein Pass passt dann, wenn die Integration gelungen ist”