Jungbürgermeister – Kommunalpolitik als Königsdisziplin

„Kommunalpolitik ist das Herz der Demokratie. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind die erste Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger. Oftmals auch für Probleme, bei denen sie gar nichts ausrichten können. Die Kommunalpolitik ist sicherlich die Königsdisziplin", so Staatssekretärin Claudia Plakolm zum ersten Jungbürgermeister-Treffen. Foto: BKA/ Schrötter

60 Jungbürgermeisterinnen und Jungbürgermeister wurden von Bundeskanzler Karl Nehammer und Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm im Bundeskanzleramt in Empfang genommen. Das Treffen fand zum ersten Mal statt und galt vor allem der Vernetzung und dem Austausch zwischen den Gemeinden und Städten. Claudia Plakolm zeigte sich besonders erfreut über die Zusammenkunft. Es sei wichtig, dass sich junge Menschen in allen Politikbereichen Verantwortung zutrauen.

 

Wie jung sind Österreichs Bürgermeister?

In einer Kurier-Reportage vom 1. Oktober wird das Alter und die Beweggründe der österreichischen Jungbürgermeister genauer beleuchtet: Insgesamt gibt es 2.093 Städte und Gemeinden. 193 Bürgermeister sind unter 40 Jahren alt. 207 sind weiblich. Mehr zu den österreichischen Bürgermeisterinnen und die Entwicklungen in Richtung mehr weibliche Kommunalpolitik, hier.

Jungbürgermeisterin Bernadette Geieregger ist seit zweieinhalb Jahren Ortschefin der niederösterreichischen Gemeinde Kaltenleutgeben. Gegenüber dem Kurier erklärt sie: „Es fehlt noch an Vorbildern für junge Frauen“. Das Rollenbild des Bürgermeisters sei immer noch der über 60-jährige Mann. Für Geieregger sind es vor allem die Jungen, die neuen Wind in ihre Gemeinden und Städte bringen können. Sie verweist hier vor allem auf die Digitalisierung und meint im Kurier-Interview: „Und ich denke immer die Zukunft mit. Etwa bei der Planung der Kinderbetreuung, oder bei Jugendeinrichtungen“.

 

Erstes Jungbürgermeister-Treffen

Beim ersten Jungerbürgermeister-Treffen des österreichischen Gemeindebundes waren knapp 60 Kommunalpolitiker unter 40 Jahren anwesend. In Empfang genommen wurden sie im Bundeskanzleramt von Bundeskanzler Karl Nehammer und Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm. Das Treffen war das erste seiner Art und fand von Freitag bis Samstag in Wien statt. Debattiert wurde dabei unter anderem über die Anti-Teuerungsmaßnahmen, die Energie- und Versorgungssicherheit und die aktuellen Herausforderungen in der Kommunalpolitik.

Knapp 60 Jungbürgermeisterinnen und Jungbürgermeister nahmen an der ersten Jungbürgermeister-Konferenz teil. Foto: BKA/ Schrötter

Knapp 60 Jungbürgermeisterinnen und Jungbürgermeister nahmen an der ersten Jungbürgermeister-Konferenz teil. Foto: BKA/ Schrötter

 

Plakolm: „Kommunalpolitik ist das Herz der Demokratie“

Vor allem Staatssekretärin für Jugend, Claudia Plakolm, ist fest davon überzeugt, dass Politik möglichst einen Querschnitt der Bevölkerung repräsentieren sollte. Darum sei es so wichtig, dass sich junge Menschen in allen Politikbereichen Verantwortung zutrauen. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister seien damit Vorbilder für alle künftigen Generationen.

„Kommunalpolitik ist das Herz der Demokratie. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind die erste Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger. Oftmals auch für Probleme, bei denen sie gar nichts ausrichten können. Die Kommunalpolitik ist sicherlich die Königsdisziplin“, so Claudia Plakolm weiter. Weiters betonte sie, das man besonders in der Kommunalpolitik für die Anliegen der Bevölkerung direkt greifbar sei und auch nur dort mit den verschiedensten Lebensbereichen der Menschen konfrontiert wird. „Deswegen ist es wichtig, dass sich engagierte Bürgerinnen und Bürger zur Wahl als Bürgermeisterin, Bürgermeister aufstellen und diese essentielle Aufgabe übernehmen“, Plakolm abschließend.

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