Ökonom Gstöttner erklärt Filzmaier den Zukunftsfonds

Generalsekretär Markus Gstöttner (r., mit Bundeskanzler und Bundesparteiobmann Christian Stocker): Klares Nein der ÖVP zu neuen Steuern. Foto: Jakob Glaser
Generalsekretär Markus Gstöttner (r., mit Bundeskanzler und Bundesparteiobmann Christian Stocker): Klares Nein der ÖVP zu neuen Steuern. Foto: Jakob Glaser

Ein Zukunftsfonds soll künftig in Österreich – nach skandinavischem Vorbild – zu den Pensionsleistungen beitragen, um die Staatskasse zu entlasten. Der Ökonom Markus Gstöttner, seit kurzem ÖVP-Generalsekretär, erläutert in einem Video, wie’s funktioniert.

 

Gstöttner nennt Annahmen

Den Vorschlag eines Zukunftsfonds für Senioren – und eines Zukunftsdepots für Junioren – präsentierte Bundeskanzler und ÖVP-Obmann Christian Stocker in Interviews. Dies löste eine Debatte aus, wie das Modell angelegt sein sollte.

In seinem Video erläutert nun Gstöttner, von welchen – durchaus realistischen – Annahmen auszugehen ist, damit das Modell Zukunftsfonds in Österreich ebenso wie in anderen Ländern funktioniert

Markus Gstöttner absolvierte unter anderem die renommierte London School of Economics an Political Science, war in internationalen Unternehmen tätig.

Zu seinem Video sagt der Ökonom und ÖVP-Generalsekretär auf X: “Prof. Filzmaier wollte wissen, was die zugrundeliegenden Annahmen für den Zukunftsfonds von Christian Stocker sind. Hier sind sie.”

 

Fachkreise bestätigen Modell

Zur Erläuterung des Modells heißt es aus Fachkreisen:

Wird über 30 bis 40 Jahre ein Teil der Dividenden – beispielsweise 600 bis 800 Millionen Euro pro Jahr (Berechnung mit aktuell budgetierten Summen im Doppelbudget 2027/28: 1,4 Milliarden Euro) – aus den Bundesbeteiligungen investiert, könnte bei durchschnittlicher Rendite ein Kapitalstock von rund 100 Milliarden Euro entstehen. Daraus könnten anschließend anfänglich rund fünf Milliarden Euro pro Jahr für das Pensionssystem zur Verfügung stehen. Den Berechnungen liegen die aktuell budgetierten Summen im Doppelbudget 2027/28 (1,4 Milliarden Euro pro Jahr), marktübliche Renditen sowie Wachstumsprognosen des WIFO zugrunde. Die Berechnung kann nicht statisch betrachtet werden, sondern beinhaltet selbstverständlich auch das angenommene nominelle Wirtschaftswachstum im Berechnungszeitraum und das davon abhängige nominelle Wachstum der Dividenden (Gewinnausschüttungen).

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