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„Zukunftsfonds soll Pensionen langfristig absichern“

Ein Zukunftsfonds soll - wie in Dänemark (Bild: Kopenhagen) - künftig die Pensionszahlungen mittragen und ergänzen, schlägt Bundeskanzler Christian Stocker vor. Foto. Pixabay/Triviali

Einen Zukunftsfonds schlägt Bundeskanzler Christian Stocker vor: Österreich soll nach internationalem Vorbild zusätzlich zur gesetzlichen Pension langfristig Vermögen am Kapitalmarkt aufbauen. Dafür soll ein Teil der Dividenden aus Bundesbeteiligungen investiert werden.

 

Wohlhabende Länder haben Fonds

Viele der wohlhabendsten Länder der Welt setzen bei der Absicherung ihrer Pensionen nicht ausschließlich auf laufende Beiträge, sondern bauen zusätzlich langfristig Vermögen am Kapitalmarkt auf. Mehr als zwei Drittel der OECD-Staaten verfügen heute über staatliche Pensionsreservefonds, die zur Unterstützung der umlagefinanzierten Pensionssysteme dienen. Besonders die skandinavischen Länder zeigen, welches Potenzial langfristiger Vermögensaufbau am Kapitalmarkt bietet, heißt es in einer Info des Kanzleramts:

  • Dänemark hat sich ein kapitalgedecktes Pensionsvermögen aufgebaut, das rund doppelt so groß ist wie die gesamte jährliche Wirtschaftsleistung des Landes.
  • Finnland verfügt über ein Pensionsvermögen von rund 290 Milliarden Euro. Allein im Jahr 2025 konnten durch die Veranlagung des Vermögens knapp 20 Milliarden Euro erwirtschaftet werden.

Auch Österreich soll den Kapitalmarkt künftig stärker für die langfristige Absicherung der Pensionen nutzen. Bundeskanzler Christian Stocker spricht sich deshalb für die Schaffung eines Zukunftsfonds aus, mit dem über Jahrzehnte staatliches Pensionsvermögen aufgebaut werden soll.

Bundeskanzler Christian Stocker: Pensionen für Zukunft sichern. Foto: Jakob Glaser

Bundeskanzler Christian Stocker: Pensionen für Zukunft sichern. Foto: Jakob Glaser

Sommertour zeigte Sorgen auf

Zur Begründung sagt der Kanzler: „Viele Menschen haben mir im Zuge meiner Sommertour erzählt, dass sie sich Sorgen darüber machen, wie ihre Pension in Zukunft abgesichert werden kann. Diese Sorgen müssen wir ernst nehmen. Denn die demografische Entwicklung stellt unser Pensionssystem vor große Herausforderungen: Immer weniger Erwerbstätige werden künftig für immer mehr Pensionistinnen und Pensionisten aufkommen müssen. Deshalb müssen wir heute beginnen, Vermögen für die Pensionen von morgen aufzubauen. Das Geld des Staates, das uns allen gehört, soll auch für uns alle arbeiten.“

Ein Teil der Dividende aus Staatsbeteiligungen sollten den Zukunftsfonds dotieren. Bild: Screenshot ÖBAG

Ein Teil der Dividende aus Staatsbeteiligungen soll den Zukunftsfonds dotieren. Bild: Screenshot ÖBAG

Zukunftsfonds als zusätzliche Absicherung des Pensionssystems

Die Republik Österreich ist an großen österreichischen Unternehmen beteiligt und erhält daraus jedes Jahr Dividenden. Im Doppelbudget 2027/28 sind für 2028 rund 1,4 Milliarden Euro an Dividenden veranschlagt. Künftig soll, sofern es die budgetären Rahmenbedingungen zulassen, ein Teil, beispielsweise die Hälfte, dieser Einnahmen in den Zukunftsfonds fließen und langfristig investiert werden. So soll Schritt für Schritt ein staatliches Pensionsvermögen entstehen, von dem die Pensionistinnen und Pensionisten von morgen profitieren.

Beispiel: Wird über 30 bis 40 Jahre ein Teil der Dividenden – beispielsweise 600 bis 800 Millionen Euro pro Jahr (Berechnung mit aktuell budgetierten Summen im Doppelbudget 2027/28: 1,4 Milliarden Euro) – aus den Bundesbeteiligungen investiert, könnte bei durchschnittlicher Rendite ein Kapitalstock von rund 100 Milliarden Euro entstehen. Daraus könnten anschließend anfänglich rund fünf Milliarden Euro pro Jahr für das Pensionssystem zur Verfügung stehen.

„Mit dem Zukunftsfonds nutzen wir einen Teil der Einnahmen von heute, um Vermögen für morgen aufzubauen. So schaffen wir eine zusätzliche Absicherung und machen unser Pensionssystem langfristig sicherer und verlässlicher. Denn wer sein Leben lang arbeitet, soll sich im Alter keine Sorgen machen müssen, ob das Geld bis zum Monatsende reicht“, erklärt Stocker.