Pensionisten

Seniorenbundpräsidentin Korosec und Jugendstaatssekretärin Plakolm setzen sich für die Anpassung der Pensionen um den gesetzlichen Inflationswert von 5,8 Prozent ein. Finanzminister Brunner kündigt ein solches Modell jetzt an. Forderungen, wie jene des Vorsitzenden des SPÖ-Pensionistenverbands Kostelka, Höchstpensionen ab 5.000€ um 10 Prozent zu erhöhen, seien für Plakolm nicht treffsicher genug.

 

Korosec: Anpassung an die Inflation

Präsidentin des Seniorenbundes, Ingrid Korosec setzt bei der Pensionsdebatte auf konstruktive Gespräche und Verhandlungen, um das „Beste“ für die Pensionisten zu erreichen.

Der von der Statistik Austria veröffentlichte durchschnittliche Inflationswert von 5,8% für August 2021 bis Juli 2022 bildet die gesetzliche Grundlage für die Anpassung der Pensionen. Aus diesem Grund fordert Korosec eine Anpassung der Pensionen an die Inflation und eine zusätzliche Maßnahme, um die Teuerung abzufedern. Zur-Sache berichtete bereits. 

Finanzminister Brunner kündigt ein solches Modell nun an und erklärt: „Wir werden jetzt in der Koalition das Gespräch führen und in den nächsten Wochen ein Modell für die Pensionserhöhung vorlegen. Wichtig ist, wie bei allen Anti-Teuerungsmaßnahmen, dass sie sozial treffsicher sind. Deshalb ist es das Ziel, gerade jene Pensionisten, die es am dringendsten brauchen stärker zu entlasten“.

 

Jung und Alt treten für Generationengerechtigkeit ein

Auf die Forderung des  Vorsitzenden des SPÖ-Pensionistenverbandes, Peter Kostelka, alle Pensionen um 10 Prozent zu erhöhen, konterte Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm: „Für die wiederholte Forderung von Herrn Kostelka, Höchstpensionen von € 5.000 Euro oder noch mehr um 10 % zu erhöhen, habe ich nicht das geringste Verständnis – das wäre weder treffsicher noch gerecht der Jugend gegenüber“.

Anders sehe Plakolm das bei niedrigen Pensionen. Hier müsse man jedenfalls darauf achten, ob die 5,8 Prozent der gesetzlichen Anpassung ausreichen. Für die Jugendstaatssekretärin ist klar: „Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll im Alter nicht in Armut leben müssen. Hier braucht es derzeit besondere Unterstützung“.

 

Fakten-Check: Pensionen

In Österreich gibt es 1.734 Millionen Menschen, die über 65 Jahre alt sind und 1.727 Millionen unter 20 Jahren. Der Anteil an 20- bis 65-Jährigen, die in das Pensionssystem einzahlen ist stark gesunken. Denn 1951 kamen auf einen Pensionisten noch rund vier Erwerbstätige – heute sind es nur noch rund drei Personen und bis 2030 sogar nur mehr zwei. Aufgrund dieser Entwicklung wächst der Anteil an Pensionskosten, die von der Staatskasse gezahlt werden und nicht wie bisher von Steuerzahlern. Der Rechnungshof warnt bereits vor einem Kostenanstieg. Bis 2030 sollen die Ausgaben von 9,5 auf 19,7 Milliarden Euro ansteigen.

Jung und Alt arbeiten eng zusammen – vor allem beim Thema Generationengerechtigkeit. Bereits in der Vergangenheit haben Claudia Plakolm und Ingrid Korosec über gemeinsame Projekte und Synergien zwischen der Jugendorganisation und dem Seniorenbund gesprochen.

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Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm spricht sich in der Pensionsdebatte klar für Generationengerechtigkeit aus. Doch eines ist klar für sie: „Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll im Alter nicht in Armut leben müssen. Hier braucht es derzeit besondere Unterstützung". Quelle: iStock/ SolStock

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