Innenpolitik

Marchetti fordert nach Transparenzbericht Einsparungen beim ORF

Nach Veröffentlichung des ORF-Transparenzberichts fordert ÖVP-General Marchetti Einsparungen beim ORF. Foto: Thomas Topf

Nach der Veröffentlichung des aktuellen ORF-Transparenzberichts fordert ÖVP-Generalsekretär Nico Marchetti eine stärkere Sparbereitschaft beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Vor allem mit Blick auf hohe Gehälter von Mitarbeitern sieht Marchetti Reformbedarf.

 

Nachdem erst vergangenen Woche eine Novelle des ORF-Gesetzes vom Nationalrat beschlossen wurde, ist nach Veröffentlichung des aktuellen Transparenzberichtes eine neue Diskussion um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk entbrannt. Klare Worte zu den veröffentlichten Spitzengehältern fand am Montag, der Generalsekretär der Volkspartei Nico Marchetti:  „Der ORF-Transparenzbericht legt viel Sparpotential offen. Wenn ein Unternehmen sich leisten kann, dass es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, die mehr verdienen als der Bundespräsident, kann auch dieses Unternehmen einen Beitrag zur Budgetsanierung leisten“, erklärte Marchetti in einer Aussendung am Montag.

Angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage müssten auch öffentlich finanzierte Institutionen einen Beitrag leisten: „Immerhin wird der ORF auch von den Bürgerinnen und Bürgern bezahlt, die häufig auch in anderen Bereichen Einsparungen vornehmen müssen.“

 

Schiefe Optik

Marchetti warnte zudem vor einer Schieflage in der politischen Verantwortung rund um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. „Dass ausgerechnet der Mitbegründer jener Partei – der Grünen – ein Topverdiener in jenem ORF ist, von dem eben jene Grünen großspurig eine Entpolitisierung einfordern, ist mindestens eine schiefe Optik“, so der ÖVP-Generalsekretär.

Nicht bei jungen Mitarbeitern sparen

Das Sparpotenzial sei jedenfalls deutlich geworden. Er forderte die Führung des Senders auf, verantwortungsvoll zu handeln und Prioritäten richtig zu setzen. „Der Eindruck erhärtet sich, dass die jungen Mitarbeiter ohne großzügige Altverträge oder der Kameramann nicht die sind, bei denen man als Erstes ansetzen sollte.“