Nationalbank erwartet Wachstum für Österreich

Die Kriege trüben den Ausblick auf die Konjunktur: Martin Kocher, Gouverneur der Österreichischen Nationalbank. Foto: OenB/Christian Stöckl
Die Kriege trüben den Ausblick auf die Konjunktur: Martin Kocher, Gouverneur der Österreichischen Nationalbank. Foto: OenB/Christian Stöckl

Die Nationalbank erwartet in ihrer aktuellen Prognose für 2026 ein „gedämpftes“ Wachstum von 0,6 Prozent. Dann geht es stärker aufwärts.

 

Nationalbank sieht schwieriges Umfeld

Für die Jahre 2027 und 2028 ist mit einem beschleunigten Wachstum von 1,1 und 1,2 Prozent zu rechnen, gab die Nationalbank bekannt.

Den Staatshaushalt in Ordnung zu bringen bleibt dennoch eine schwierige Aufgabe, schreiben die Ökonomen im Juni-Gutachten. Die Maßnahmen der Regierung dämpfen zwar das Budgetdefizit, doch diesen Bemühungen wirkt einiges entgegen, nämlich

  • das gesamtwirtschaftliche Umfeld,
  • steigende Zinszahlen,
  • höhere Ausgabe aufgrund der demografischen Entwicklung.

Die Inflation für heuer wird auf 3,2 Prozent geschätzt, könnte jedoch bis Ende 2028 auf 2,1 Prozent zurückgehen.

Die Kriege im Nahen und Mittleren Osten trüben den Ausblick auf die Konjunktur. Diese Kriege führen auch zur deutlich erhöhten Inflation.

Dazu meint Gouverneur Martin Kocher: „Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten belastet die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich. Gestiegene Energiepreise- und Rohstoffpreise schwächen die Kaufkraft der Haushalte und wirken dämpfend auf die heimische Wirtschaft. Gleichzeitig sorgt die hohe geopolitische Unsicherheit für Zurückhaltung bei Investitionen. Dass die österreichische Wirtschaft 2026 dennoch moderat wachsen wird, ist vor allem auf den robusten Start ins Jahr zurückzuführen.“

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