Innenpolitik

Regionen erhalten 600 Millionen aus EU-Mitteln

Neue Mittel für Österreichs Regionen: LR Martin Eichtinger (NÖ), BM Norbert Totschnig, Kommissarin Elisa Ferreira, StR Peter Hanke (Wien). Foto: BML / Juhasz

Ein neues EU-Förderprogramm bringt gute Nachrichten für Österreichs Regionen. Im August 2022 hat die Europäische Kommission 600 Mio. Euro bis 2027 für Investitionen in Österreichs Regionen genehmigt. Das gaben Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und EU-Kommissarin für Kohäsion und Reformen, Elisa Ferreira, am Donnerstag im Rahme einer Pressekonferenz bekannt.

 

Insgesamt 1,8 Mrd. Euro für Österreichs Regionen

Die Geschäftsstelle der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK), bei der die Verwaltungsbehörde für das neue Förderprogramm angesiedelt ist, hat mit Bund und Ländern zehn Fördermaßnahmen ausgearbeitet, die am Donnerstag bei einer Pressekonferenz vorgestellt wurden.

Ergänzt um nationale öffentliche Mittel zur Kofinanzierung und Eigenmittel der Projektträger ergibt sich eine Gesamtinvestitionssumme von 1,8 Mrd. Euro für Österreichs Regionen.

Österreich erfüllt laut Ferreira alle Voraussetzungen, um an diesem Programm teilzunehmen. Dabei geht es vor allem um die Nutzung der Kohäsionsmittel, um den grünen und digitalen Wandel zu beschleunigen. Ebenfalls hebt die Kommissarin hervor, dass das Programm von engagierten und fachkundigen Partnern umgesetzt wird, die sowohl auf regionaler und nationaler als auch auf europäischer Ebene sehr gut zusammenarbeiten.

„Ich bin überzeugt, dass die knapp 600 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Fonds für einen gerechten Übergang – und die zusätzlichen Investitionen in Höhe von 1,2 Mrd. Euro, die sie anstoßen – einen wichtigen Beitrag dazu leisten werden, Österreich zukunftsfit zu machen. Es wird erwartet, dass das IBW/EFRE & JTF-Programm mehr als 1800 Unternehmen zugutekommt, 2000 neue Arbeitsplätze schafft und über 700 Forscherinnen und Forscher unterstützt“, so Ferreira.

 

Regionen sind Herzstück Österreichs

Das meint Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. Er ist als Bundesminister zuständig für die Weiterentwicklung der österreichischen Regionen. Dort spiele sich nämlich das leben ab.

„Dort werden wertvolle Ressourcen wie Lebensmittel, Rohstoffe oder erneuerbare Energie produziert. Damit leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Versorgungssicherheit und Krisenfestigkeit unseres Landes. Umso wichtiger ist es, dass die EU-Kommission bis 2027 rund 600 Mio. Euro für Investitionen in Österreichs  im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung „EFRE“ sowie dem Fonds für einen gerechten Übergang „JTF“ genehmigt hat. Damit werden gemeinsam mit nationalen Fördermitteln und Eigenmittel der Projektträger insgesamt 1,8 Mrd. Euro in regionale Projekte investiert“, so der Landwirtschaftsminister.

Mit dem Fonds werde weiters ein großer Schritt im Kampf gegen den Klimawandel gesetzt. Einige Regionen in Oberösterreich, Steiermark, Niederösterreich und Kärnten stehen aufgrund ihrer treibhausgasintensiven Wirtschaftsstruktur unter besonderem Anpassungsdruck. Mit dem neuen Fonds in der Höhe von 76 Mio. Euro unterstützt die Bundesregierung ausgewählte Regionen gezielt bei ihrem Transformationsprozess.

Neue Mittel für Österreichs Regionen: LR Martin Eichtinger (NÖ), BM Norbert Totschnig, Kommissarin Elisa Ferreira, StR Peter Hanke (Wien). Foto: BML / Juhasz
Neue Mittel für Österreichs Regionen: LR Martin Eichtinger (NÖ), BM Norbert Totschnig, Kommissarin Elisa Ferreira, StR Peter Hanke (Wien). Foto: BML / Juhasz