Die Unterstützungen durch die COFAG haben Unternehmen und Arbeitsplätze gesichert, sagt ÖVP-Budgetsprecher Gabriel Obernosterer. Foto: iStock / shironosov

Eine Umweltstiftung soll zusätzlich zu bestehenden Programmen Menschen verstärkt für Berufe im Umwelt- und Klimaschutzbereich qualifizieren. Arbeitsminister Martin Kocher sieht darin einen wirksamen Beitrag zum Ausstieg aus russischem Öl und Gas und für die Energiewende

Die Umweltstiftung ist ein gemeinsames Projekt des Arbeitsministeriums, des Klimaschutzministeriums und der Sozialpartner in enger Kooperation mit dem AMS. Ziel der Stiftung ist, die Qualifikation für berufliche Tätigkeiten im Umwelt- und Klimaschutzbereich zu intensivieren, mit 1. April 2022 wurde die operative Arbeit gestartet. Das Ziel: 1.000 neu „Green Jobs“.

 

17 Millionen Euro für Umweltstiftung – enormes Beschäftigungspotenzial

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 17,5 Millionen Euro. Davon kommen 10 Millionen Euro aus dem Arbeitsmarktbudget, die weiteren 7,5 Millionen werden von den beteiligten Unternehmen getragen

Aktuell herrscht im Umwelt- und Klimaschutzbereich ein großes Beschäftigungspotenzial, es werden dringend Fachkräfte gesucht. Andererseits verfügen Arbeitssuchende häufig nicht über die notwendigen Qualifikationen, die in diesen Jobs erforderlich sind, erklärten Arbeitsminister Martin Kocher und AMS-Chef Johannes Kopf in einem gemeinsamen Pressegespräch.

 

Krieg in Ukraine treibt Energiewende an

Besonders der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und die damit verbundenen steigenden Gaspreise kurbeln aktuell die Energiewende enorm an. Für den Ausstieg aus russischem Gas und für Österreichs Energieunabhängigkeit braucht es einen raschen Ausbau von Windkraft, Sonnenkraft, Wasserkraft und Biomasse. Das schafft auch Jobchancen in Österreich und ist gut für das Klima. Für die Installation von PV-Paneelen, den Aufbau von Windrädern und den Ausbau von Gasthermen und Ölheizungen sind gut ausgebildete Fachkräfte wichtig.

„Der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich weist derzeit ein großes Beschäftigungspotenzial auf und Fachkräfte werden in diesem Bereich dringend gesucht. Genau hier setzen wir mit der Umweltstiftung an, indem wir Qualifikationen im Nachhaltigkeitsbereich fördern“, so Arbeitsminister Martin Kocher.

 

Stiftung zielt auf regionale Erfordernisse ab – 1.000 Jobs zum Ziel gesetzt

Es handelt sich bei der Umweltstiftung um ein innovatives arbeitsmarktpolitisches Projekt, das durch Einbindung von Schulungsträgern gezielt auf regionale sowie branchen- und zielgruppenspezifische Erfordernisse am Arbeitsmarkt Rücksicht nimmt.

Zielgruppe des Projekts sind arbeitslose Personen, die über keine oder zu wenig Qualifikation verfügen, um einem Job mit ökologischem Hintergrund nachgehen zu können. Darüber hinaus wird ein besonderer Schwerpunkt auf Frauen, ältere Menschen und Langzeitarbeitslose gelegt.

Es stehen 8 Schwerpunkte zur Verfügung, die von Ausbildungen im Erneuerbare-Energie-Bereich und Wärmebereich bis hin zu Qualifizierung im Bereich E-Mobilität reichen.

Die Ausbildungen dauern von mehreren Wochen bis zu drei Jahren. Finanziert werden unter anderem Stipendien.

„Im Rahmen der Umweltstiftung steht eine breite Palette an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in zahlreichen Berufsfeldern, wie der Herstellung und Installation von Photovoltaik-Anlagen, zur Verfügung. Ziel ist es, in den kommenden drei Jahren zusätzlich zu bestehenden Programmen mindestens 1.000 Personen im Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich auszubilden und für den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Wir schaffen damit eine Win-Win-Situation für Arbeitssuchende, die die Möglichkeit erhalten am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und Unternehmen, die von gut qualifizierten Fachkräften, die aktuell dringend gebraucht werden, profitieren“, so Kocher.