Unterstützungen für Familien decken Kinderkosten

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Kinderkosten nicht nur abgefedert, sondern vollständig abgedeckt werden. Foto: BKA / Andy Wenzel / iStock SimonSkafar
Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Kinderkosten nicht nur abgefedert, sondern vollständig abgedeckt werden. Foto: BKA / Andy Wenzel / iStock SimonSkafar

Kinder bedeuten für Eltern Freude – und zusätzliche Kosten. Eine aktuelle Studie zeigt nun: Die Kinderkosten werden bei Haushalten mit niedrigen Einkünften nicht nur abgefedert, sondern vollständig abgedeckt.

 

Umfassende Analyse durch Studie

Um Familien bei der zusätzlichen finanziellen Belastung durch Kinder zu unterstützen, entlastet der Staat diese Haushalte mit familienbezogenen Unterstützungsleistungen. Einerseits sind das direkte Zahlungen, wie zum Beispiel die Familienbeihilfe und der Familienbonus Plus sowie Steuervorteile durch den Kinderabsetzbetrag. Andererseits orientieren sich auch Sozialleistungen, wie die Mindestsicherung und die Wohnbeihilfe, in ihrer Höhe an der Anzahl der Kinder im jeweiligen Haushalt. Im Klartext: Kinder sind stets ein Faktor(einen Überblick zu allen diesbezüglicben Leistungen finden Sie hier: Beihilfen und Unterstützungen für Eltern)

Im Auftrag des Bundeskanzleramts hat das Joanneum Research Institut die Unterstützungen für Familien (Analyse der Transferleistungen zur Unterstützung von Haushalten mit Kindern in Österreich) genauer beleuchtet. Dabei wurden die familienbezogenen Zahlungen des Staates mit den tatsächlichen Ausgaben für Kinder verglichen (siehe dazu die „Kinderkostenanalyse 2021“ der Statistik Austria). Der Projektleiter der Studie, Dr. Franz Prettenthaler, erklärt dazu, dass die Unterstützungsleistungen für Familien noch nie zuvor so umfassend analysiert worden seien.

 

Treffsichere Familienpolitik auf allen Ebenen

In der Studie wird der Erfolg der unterschiedlichen Maßnahmen verdeutlicht. Denn Familien werden sowohl auf Bundes-, Landes- als auch auf Gemeindeebene umfassend entlastet. Durch die Mischung aus finanziellen Leistungen, Sachleistungen und Steuerleistungen kann auf jede Familie individuell eingegangen werden und je nach konkreter Lebenssituation zielgerichtet unterstützt werden.

Bei Paaren mit sehr geringem Einkommen und einem Kind sind die Kinderkosten komplett gedeckt und bei Paaren, die sich in den oberen Einkommensstufen befinden, zu rund 70 Prozent. Auch im EU-Vergleich hat Österreich in den letzten Jahren massiv aufgeholt. Durch die Erhöhung des Familienbonus Plus von 1.500 Euro zu 2.000 Euro wurde hier nochmals nachgezogen, heißt es in der Studie.

 

Besondere Unterstützung für Alleinerziehende

Ein Paarhaushalt mit ein bis vier Kindern erhält je nach der Anzahl der Kinder und Höhe der Einkommen durchschnittlich rund 340 bis 570 Euro pro Monat pro Kind. Alleinerziehende Elternteile stehen vor besonders großen finanziellen Herausforderungen, weil sie die Fixkosten eines Haushalts alleine decken müssen. Dementsprechend erhalten sie auch mehr Unterstützung. Pro Monat belaufen sich die Leistungen für Alleinerzieher-Haushalte bei 390 bis 690 Euro, je nach Einkommenshöhe. Zusätzlich bieten der Alleinerzieherabsetzbetrag, der Familienbonus Plus oder auch der Kindermehrbetrag eine weitere Möglichkeit der Kostendeckung.

 

Tatsächliche Kinderkosten vollständig vom Staat gedeckt

Das Ergebnis der Studie ist eindeutig: Die Kinderkosten werden bei niedrigen Haushaltseinkünften nicht nur abgefedert, sondern tatsächlich abgedeckt. Für Familien aus dem untersten Einkommensbereich liegen die Leistungen sogar über den errechneten Kinderkosten. Damit wird bestätigt, dass Österreichs Familienpolitik mit einer Vielzahl von Leistungen einen zentralen Beitrag zur Reduzierung von Familien- und Kinderarmut leistet.

„Die Studie zeigt, dass durch Familienleistungen ein erheblicher Teil der Kosten, die in Haushalten mit Kindern entstehen, abgedeckt werden können. Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass wir auch in Zukunft Leistungen und Unterstützungsmaßnahmen für Familien kontinuierlich ausbauen und diesen bisher erfolgreichen Weg weitergehen.“, so Familienministerin Susanne Raab.