Innenpolitik

Wintertourismus bricht Rekord: 54 Millionen Nächtigungen

Der Wintertourismus boomt. Bisher wurden in der laufenden Saison ein Nächtigungsrekord aufgestellt. Foto: isTock/narvikk

Der österreichische Wintertourismus zeigt einmal mehr, dass er auch in Krisenzeiten zu den stabilen Ankern der heimischen Wirtschaft zählt. Die Wintersaison hat in der laufenden Saison einen neuen Höchststand erreicht. Wie die Statistik Austria bekanntgab, wurden zwischen November 2025 und Februar 2026 insgesamt 54,25 Millionen Nächtigungen in heimischen Beherbergungsbetrieben registriert. Das ist ein Plus von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

 

Februar mit starkem Zuwachs

Allein im Februar 2026 wurden 18,09 Millionen Übernachtungen gezählt, was einem Anstieg von 5,1 Prozent im Vergleich zum Februar 2025 entspricht. Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, erklärte dazu, der Februar sei traditionell der wichtigste Monat der touristischen Wintersaison mit einem Anteil von mehr als einem Viertel an allen Winternächtigungen. Die auf drei Termine gestaffelten Semesterferien in Österreich sowie die Winterferien in den Nachbarländern hätten die Übernachtungszahlen im Februar auf das Rekordniveau gehoben. „In Summe wuchs die Nächtigungszahl in den ersten 4 Monaten der Wintersaison 2025/26 damit auf 54,25 Millionen. Das ist der höchste Wert für diesen Zeitraum seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen im Jahr 1974“, so Lenk.

 

Wintertourismus von Auslandsgästen getragen

Haupttreiber des Wachstums waren ausländische Gäste: Ihre Nächtigungen stiegen in der gesamten bisherigen Saison um 7,1 Prozent auf 42,83 Millionen, während die Inlandsnächtigungen mit 11,42 Millionen nahezu stabil blieben. Besonders stark zulegen konnten Gäste aus Deutschland mit 19,22 Millionen Nächtigungen (+6,6 %) und aus den Niederlanden mit 5,81 Millionen (+8,8 %). Zusammen stellten diese beiden Herkunftsländer mehr als die Hälfte aller ausländischen Nächtigungen.

 

Zuwächse aus Deutschland und Holland

Im Februar allein stammten rund 81 Prozent der Übernachtungen von ausländischen Gästen, deren Nächtigungszahl im Jahresvergleich um 7,7 Prozent auf 14,62 Millionen wuchs. Die Nächtigungen österreichischer Gäste gingen im Februar hingegen um 4,5 Prozent auf 3,47 Millionen zurück. Statistik Austria führt den starken Anstieg der deutschen Gäste im Februar unter anderem darauf zurück, dass die deutschen Semesterferien heuer zur Gänze in den Februar fielen, während sie im Vorjahr teilweise in den März gereicht hatten.

 

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