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Doskozil spaltet SPÖ

Fotos: Florian Schrötter; Grafik: zur-Sache.at

Burgenlands SPÖ-Chef Hans Peter Doskozil torpediert erneut die Parteilinie seiner SPÖ-Vorsitzenden Pamela Rendi-Wagner. Rendi-Wagner spricht sich bekanntlich klar gegen Öffnungen aus, doch Doskozil verlängert den Lockdown im Burgenland nicht weiter. Er positioniert sich damit auch gegen den Wiener Bürgermeister und SP-Chef Michael Ludwig. Dieser verlängerte den Lockdown in Wien bis zum 2. Mai. Das zeigt: Die SPÖ ist in der Corona-Politik endgültig gespalten.

 

Querelen

Hans Peter Doskozil startet immer wieder Inszenierungsversuche auf Kosten seiner SPÖ-Bundesvorsitzenden Rendi-Wagner. Die aktuelle Stimmung zwischen den beiden Genossen scheint – von außen betrachtet – aber einen neuen Tiefpunkt erreicht zu haben: Wie ein Bericht der Tageszeitung Österreich bestätigt, hat Landeshauptmann Doskozil die Öffnungsschritte für das Burgenland zwar mit der Türkis-Grünen Bundesregierung, nicht aber mit seiner Vorsitzenden Rendi-Wagner abgesprochen.

 

Auch Ludwig vor Kopf gestoßen

Mit seiner Entscheidung, den Lockdown im Burgenland nicht mehr zu verlängern, überrumpelt er auch seinen Genossen und SP-Bürgermeister von Wien, Michael Ludwig. Dieser hatte noch vor kurzem die Verlängerung des Wien Lockdowns bis 2. Mai beschlossen. Das bestätigt das Bild der Partei von außen, dass die Fronten in der SPÖ immer verhärteter werden. Die Frage der Corona-Positionen wird somit zur Zerreißprobe für die Sozialdemokraten.

 

Bevölkerung als Leidtragende

Der interne SPÖ-Machtkampf und die damit verbundene unklare Positionierung in der Corona-Frage hat vor allem eine Gruppe als Leidtragende: Die Bevölkerung, dabei insbesondere die Pendler. Durch die unterschiedlichen Öffnungsschritte im Burgenland und in Wien wird die Bevölkerung nur verwirrt und zusätzlich verunsichert.

Fotos: Florian Schrötter; Grafik: zur-Sache.at
Fotos: Florian Schrötter; Grafik: zur-Sache.at
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