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NEOS-Abgeordneter und Ex-Journalist Brandstätter in akuter Erklärungsnot

Foto: Florian Schrötter

Der Druck auf den NEOS-Abgeordneten Helmut Brandstätter steigt. Das Unternehmen von Brandstätters Frau – der ORF-Moderatorin Patricia Pawlicki – soll laut Medienberichten Honorare in der Höhe von 386.820 Euro von der OMV erhalten haben. Der Zeitraum: Die Jahre 2011 bis 2016. Brandstätter war zu dieser Zeit Kurier-Chefredakteur.

 

„Schwerwiegende Vorwürfe“

Wie Medien berichten, soll der heutige NEOS-Abgeordnete Helmut Brandstätter als früherer Kurier Chef für den damaligen OMV-Boss Gerhard Roiss öffentlich Partei ergriffen haben. Der Kurier, so wird berichtet, leitete nun eine Untersuchung ein. „Helmut Brandstätter muss diese schwerwiegenden Vorwürfe restlos aufklären“, erklärt dazu Andreas Hanger, VP-Fraktionsführer im Ibiza-Untersuchungsausschuss.

 

Offene Fragen

Diese medialen Berichte werfen die Frage auf, so VP-Hanger, ob ein heimisches Unternehmen mittels Zahlungen an die Firma von Brandstätters Ehefrau dessen journalistische Berichterstattung beeinflussen konnte.

Hanger ergänzt: „Ausgerechnet Helmut Brandstätter, der sich selbst pausenlos als Saubermann, Aufdecker und Hüter von Moral und Rechtsstaat inszeniert, gerät nun in akute Erklärungsnot und ist dementsprechend dringend gefordert, Licht ins Dunkel zu bringen.”

Fotos: Florian Schrötter

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Aufklärung gefordert

Ein derartiger Verdacht muss von einem ehemaligen Journalisten und heutigen Politiker besonders ernst genommen werden und bedarf Brandstätters uneingeschränkter Kooperation, so Hanger weiter.

„Dass der heutige NEOS-Politiker nun verzweifelt mit Nebelgranaten um sich wirft, indem er das politische Gegenüber für die Vorwürfe gegen sich verantwortlich macht, ist sinnbildlich für das Aufklärungsverständnis von Helmut Brandstätter“, führt Hanger aus.

 

Immer noch hohe Nebeneinkünfte

Interessant: Laut der Transparenz-Liste des Österreichischen Parlaments bezog der NEOS-Abgeordnete Brandstätter 2019 noch zusätzlich, neben seinem Abgeordnetengehalt von rund 9.000 Euro brutto, über 10.000 Euro pro Monat. Das entspricht der höchsten Einkommenskategorie des Parlaments – der Kategorie 5.

Im Jahr 2020 hatte Brandstätter laut Parlamentsseite, Nebeneinkommen in der Höhe von bis zu 7.000 Euro monatlich. Das entspricht der Kategorie 3.

Diese Einkommen bezog Brandstätter – neben seiner Abgeordnetentätigkeit – unter anderem aus seiner Tätigkeit als Berater.

Brandstetter reagierte auf die Vorwürfe empört, seine Ehefrau sagte, alles rechtmäßig abgewickelt zu haben.

Foto: Florian Schrötter
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