Europa- & Aussenpolitik

124 Mio. Euro mehr: Österreich bekommt zusätzliche EU-Regionalfördermittel

Foto: iStock - bmvdwest

Österreich bekommt für das Jahr 2021 zusätzliche 124 Mio. Euro an Regionalfördermittel von der EU. Das bestätigt die Raumordnungskonferenz (ÖROK).

 

Mehr Geld aus Europäischen Regionalfonds

Das Programm REACT-EU (Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe) ist eines der größten Programme im Rahmen des neuen Instruments Next Generation EU. Dieses Programm ist für die Jahre 2021 bis 2027 angelegt und für diese sieben Jahre mit 47,5 Mrd. EUR dotiert. Die Gelder werden über drei Fonds in Jahrestranchen an die Mitgliedstaaten verteilt. Österreich erhält daraus heuer 219 Mio. €. Das laufende regionalpolitische Programm für Österreich „Investitionen für Wachstum und Beschäftigung“ (IWB/EFRE), dotiert aus dem Europäischen Regionalfonds, wird dazu um 124 Mio. Euro aufgestockt.

 

„Mit den Beschlüssen der EU-Kommission zur Anpassung des „EFRE Regionalprogramms 2014-2020“ zählt Österreich zu den ersten Mitgliedsstaaten, die REACT-EU Mittel in Anspruch nehmen können. Zahlreiche Projekte in den Regionen werden von diesen zusätzlichen Mitteln profitieren“, erklärt die zuständige Fachministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) gegenüber Zur-Sache.at.

 

BM Elisabeth Köstinger; Foto: BKA

BM Elisabeth Köstinger; Foto: BKA

 

Regional- und sozialpolitische Projekte

Konkret sollen mit den 124 Mio. Euro regional- und sozialpolitische Projekte unterstützt werden. Das Geld wird dabei möglichst rasch und flexibel zur Krisenbewältigung in die Regionen ausgezahlt werden, so das ÖROK.

Rund die Hälfte der Investitionen in Österreich sollen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit an Klein- und Mittelunternehmen im Produktionssektor und im Tourismus gehen. Ein weiteres Viertel wird in inner- und überbetriebliche Forschungs- und Innovationskapazitäten fließen, rund ein Fünftel in den Klimaschutz. Das erklärt die ÖROK-Geschäftsstelle in einer Pressemitteilung.

 

Ministerin Köstinger führt weiter aus: „Wir werden die Mittel speziell für die Unterstützung der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und der Vorbereitung eines zukunftsfitten, digitalen und stabilen Comebacks der Wirtschaft verwenden. In diesem neuen Schwerpunkt im Regionalprogramm werden insgesamt rund 425 Mio. Euro zur Verfügung stehen – davon rund 124 Mio. Euro an EU-Mitteln.“

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