Parlament

Erhöhung des Verteidigungsbudgets

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner im Gespräch mit Rekruten in Langenlebarn, Anfang April 2020. Foto: BMLV

Im Landesverteidigungsausschuss standen Dienstag die veränderten sicherheitspolitischen Herausforderungen im Mittelpunkt der Debatten. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine seien viele Neubeurteilungen notwendig geworden, erklärte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Ziel sei nun die Anhebung des Verteidigungsbudgets auf 1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP).

 

Verteidigungsbudget auf 1 % des BIPs anheben

Alle Abgeordneten im Landesverteidigungsausschusses im Parlament waren sich Dienstag einig: das Verteidigungsbudget Österreichs soll auf 1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) angehoben werden.

„Der Angriff Russlands auf die Ukraine bedeute eine Zäsur in der europäischen Geschichte“, erklärte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Es zeige sich nun, so Tanner weiter, wie wichtig eine gut aufgestellte Landesverteidigung sei – insbesondere für einen neutralen Staat wie Österreich. Das Verteidigungsbudget soll nun auf 1 Prozent des BIPs angehoben werden. „Das Verteidigungsbudget muss auf die neuen Anforderungen ausgerichtet werden“, stimmte VP-Abgeordneter und Landesverteigungssprecher Friedrich Ofenauer mit ein.

 

https://www.instagram.com/p/CbFg4SuAKz7/?utm_source=ig_web_copy_link

 

Nicht nur Budgetanpassungen

Im Fokus des Ausschusses stand nicht nur das Budget zur Debatte. Im Zuge der Ukraine-Krise seien auch andere Aspekte, wie die Übungstätigkeit der Miliz oder die Abwehr im Cyberraum, unter anderem Licht zu betrachten. Auswirkungen des Krieges können auch auf Österreich nicht ausgeschlossen werden und würden seitens der Landesverteidigung laufend beobachtet. Die Cyber-Abwehr soll wesentlich ausgebaut werden, um die Souveränität Österreichs zu sichern, so Tanner.

Neben der Landesverteidigung sei auch die strategische Reserve des Landes, so die Verteidigungsministerin über die Assistenzeinsätze des Bundesheeres bei der Unterstützung der Gesundheitsbehörden bei Naturkatastrophen und an den Außengrenzen. Derzeit unterstütze das Bundesheer bei der Versorgung der ukrainischen Flüchtlinge.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner im Gespräch mit Rekruten in Langenlebarn, Anfang April 2020. Foto: BMLV
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner im Gespräch mit Rekruten in Langenlebarn, Anfang April 2020. Foto: BMLV
Joachim Schnabel, Verkehrssprecher der ÖVP, nennt die Kriterien für die ÖBB-Reform. Ein Gesetzesentwurf liegt vor, die Koalition beginnt Verhandlungen. Ebenfalls gestartet sind die Testfahrten des neuen italienischen Hochgeschwindigkeitszuges Frecciarossa in Tirol und auf der Weststrecke. Foto: Italotreno

Nagelprobe für ÖBB-Reform: Wettbewerb und Nahverkehr

Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer, sorgt für Korrektur falscher FP-Aussagen. Foto: LKÖ, Jung-Leithner

Korrektur grober FPÖ-Fakes

Die Nähe zu Rechtsextremen und Identitären macht die Kickl-FPÖ zum Sicherheitsrisiko, stellt ÖVP-Klubchef Ernst Gödl fest. Foto: Screenshot FP-TV

Kickl-FPÖ bleibt wegen Rechtsextremismus ein Sicherheitsrisiko

Hinrichtungen im Iran rufen die Parlamentsparteien auf den Plan. Sie fordern einen sofortigen Stopp von Teheran. Foto: istock/BornaMir

Alle fünf Parlamentsparteien fordern Teheran zum Stopp der Hinrichtungen auf

Der neue Generalsekretär der ÖVP, Markus Gstöttner ruft in Sachen Wehrdienstreform die Opposition zum Schulterschluss auf. Foto: Jakob Glaser

Wehrdienstreform: Gstöttner mit Einladung an FPÖ und Grüne

Die ÖVP nimmt in Sachen Wehrdienstreform die FPÖ in die Pflicht. Foto: BMLV/Minich

„Farbe bekennen”: ÖVP nimmt FPÖ bei Wehrdienstreform in die Pflicht