Parlament

Maskenpflicht für Parlamentarier beschlossen

Foto: Parlamentsdirektion / Ulrike Wieser

Wie Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) bekannt gab, wurde unmittelbar nach Ostern eine Maskenpflicht für Parlamentarier beschlossen. Die FFP2-Maskenpflicht wird in die Hausordnung des Parlaments aufgenommen. Proteste gegen die Regelung gab es von der FPÖ.

 

Maskenpflicht in Hausordnung des Parlaments

In einer außerplanmäßigen Sitzung der Präsidialkonferenz des Nationalrates wurde heute beschlossen, eine FFP-Maskenpflicht für Mandatarinnen und Mandatare einzuführen. Diese wird in der Hausordnung geregelt und schränkt nicht das freie Mandat ein, wie Sobotka betonte. Sobotka berief sich dabei auch auf die Einschätzung von Verfassungsrechtlern.

Sobotka begründete die Entscheidung damit, „was für Herrn und Frau Österreicher gilt, gilt auch für uns im Hohen Haus” und als Verantwortlicher für das Hohe Haus, sei es Sobotkas Pflicht, für die gesundheitliche Sicherheit aller im Parlament anwesenden Personen Sorge zu tragen. Gelten wird die Maskenpflicht vorerst bis Ende Juli, da Enden auch die planmäßigen Tagungen des Parlaments.

 

Appell an Eigenverantwortung

Sobotka ergänzte, auf hohe Bußgelder für Verstöße gegen die Maskenpflicht verzichten zu wollen, wie diese in Deutschland der Fall sind. Das begründete Sobotka damit, dass das Freie Mandat auch die Eigenverantwortung mit einschließe.

Zustimmung für die Einführung der Maskenpflicht kam von allen Fraktionen im Nationalrat außer der FPÖ. Deren Klubchef Herbert Kickl fehle die Evidenz für eine Wirksamkeit von Masken. ÖVP-Klubobmann August Wöginger hingegen befand die Maskenpflicht als „gut und sinnvoll“.

Als weitere Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus werden die zuständigen Klubdirektoren der Nationalratsparteien darüber beraten, möglichst wenig Ausschusstermine abzuhalten.

Foto: Parlamentsdirektion / Ulrike Wieser
Foto: Parlamentsdirektion / Ulrike Wieser
Joachim Schnabel, Verkehrssprecher der ÖVP, nennt die Kriterien für die ÖBB-Reform. Ein Gesetzesentwurf liegt vor, die Koalition beginnt Verhandlungen. Ebenfalls gestartet sind die Testfahrten des neuen italienischen Hochgeschwindigkeitszuges Frecciarossa in Tirol und auf der Weststrecke. Foto: Italotreno

Nagelprobe für ÖBB-Reform: Wettbewerb und Nahverkehr

Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer, sorgt für Korrektur falscher FP-Aussagen. Foto: LKÖ, Jung-Leithner

Korrektur grober FPÖ-Fakes

Die Nähe zu Rechtsextremen und Identitären macht die Kickl-FPÖ zum Sicherheitsrisiko, stellt ÖVP-Klubchef Ernst Gödl fest. Foto: Screenshot FP-TV

Kickl-FPÖ bleibt wegen Rechtsextremismus ein Sicherheitsrisiko

Hinrichtungen im Iran rufen die Parlamentsparteien auf den Plan. Sie fordern einen sofortigen Stopp von Teheran. Foto: istock/BornaMir

Alle fünf Parlamentsparteien fordern Teheran zum Stopp der Hinrichtungen auf

Der neue Generalsekretär der ÖVP, Markus Gstöttner ruft in Sachen Wehrdienstreform die Opposition zum Schulterschluss auf. Foto: Jakob Glaser

Wehrdienstreform: Gstöttner mit Einladung an FPÖ und Grüne

Die ÖVP nimmt in Sachen Wehrdienstreform die FPÖ in die Pflicht. Foto: BMLV/Minich

„Farbe bekennen”: ÖVP nimmt FPÖ bei Wehrdienstreform in die Pflicht