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U-Ausschuss: Hanger kritisiert FPÖ „Wandertage“ und begrüßt Ladung von Pilnacek-Freundin

Die Sitzungsglocke im U-Ausschuss ist noch stumm. Zum Start der Befragungen im Pilnacek-U-Ausschuss fordert die FPÖ nämlich einen Lokalaugenschein in Niederösterreich. Foto: Parlamentsdirektion/ Arman Rastegar

Am Donnerstag werden im „Pilnacek-U-Ausschuss“ die Ladungen erster Auskunftspersonen beschlossen. Mancher Wunsch der FPÖ löst bei der Volkspartei Kopfschütteln aus. Starten sollen die Befragungen dann Mitte Jänner.

Das Verlangen der Freiheitlichen, den U-Ausschuss mit einem Lokalaugenschein in Rossatz an der Donau zu beginnen, dem Ort, an dem Christian Pilnacek tot aufgefunden wurde, rief am Donnerstag die Volkspartei auf den Plan. Es sei schwer zu verstehen, was ein Lokalaugenschein in der niederösterreichischen Gemeinde Rossatz zur Aufklärung im Fall des verstorbenen früheren Sektionschefs Christian Pilnacek beitragen solle, ebenso wie die verlangte Ladung eines Baggerführers.

 

Hanger: “FPÖ Wandertage”

„Ob Kuala Lumpur, Berlin oder nun Rossatz – FPÖ‑Kollege Hafenecker setzt die blauen ‘Wandertage’, die vorzugsweise beim Reisebüro ‘Steuerzahlerinnen und Steuerzahler’ gebucht werden, ungeniert fort“, so ÖVP‑Fraktionsführer Andreas Hanger.

Hanger betonte, dass Untersuchungsausschüsse das schärfste parlamentarische Kontrollinstrument seien und mit gebotener Seriosität behandelt werden müssten. Er kritisierte, dass die FPÖ seiner Ansicht nach lieber „im Stile von Groschenroman‑Detektiven“ agiere, anstatt effiziente Aufklärungsarbeit im Sinne der Steuerzahler zu leisten.

 

Ladung von Pilnacek-Freundin wird begrüßt

Im selben Atemzug begrüßte Hanger die Ladung von Karin Wurm, der Kurzzeitfreundin Pilnaceks. „Frau Wurm ist aufgrund ihrer widersprüchlichen Aussagen und Interpretationen eine Auskunftsperson, die es jedenfalls ausführlich zu befragen gilt.“

Die Volkspartei behalte sich das Recht vor, weitere Personen in den Untersuchungsausschuss zu laden, sofern sie zur Aufklärung beitragen. Hanger schloss mit einem Hinweis auf die Arbeitsweise der ÖVP: „Uns geht es um Fakten und um sachliche Arbeit – das ist unsere Verantwortung gegenüber dem Land und der Bevölkerung. Die FPÖ hingegen versteigt sich am Rande ihrer Ausflüge am liebsten in Spekulationen und Verschwörungstheorien.“

Die Sitzungsglocke im U-Ausschuss ist noch stumm. Zum Start der Befragungen im Pilnacek-U-Ausschuss fordert die FPÖ nämlich einen Lokalaugenschein in Niederösterreich. Foto: Parlamentsdirektion/ Arman Rastegar
Die Sitzungsglocke im U-Ausschuss ist noch stumm. Zum Start der Befragungen im Pilnacek-U-Ausschuss fordert die FPÖ nämlich einen Lokalaugenschein in Niederösterreich. Foto: Parlamentsdirektion/ Arman Rastegar
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