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KI: Bundesregierung hat nun einen Beirat

Florian Tursky und Susanne Raab waren von Seiten der Bundesregierung bei der Konstituierung des KI-Beirats anwesend. Foto: BKA/Regina Aigner

Die Bundesregierung nun einen KI-Beirat eingerichtet. Die konstituierende Sitzung erfolgte vorige Woche im Finanzministerium. Der aus elf Experten bestehende Beirat wurde vom Bundeskanzleramt und dem Finanzministerium eingesetzt und soll die Regierung in allen Fragen rund um die KĂĽnstliche Intelligenz unterstĂĽtzen. (Zur-Sache berichtete)

Das neue Beratungsgremium wird sich mit den Potenzialen, Herausforderungen, Risiken und Auswirkungen der Anwendung von Künstlicher Intelligenz befassen, heißt es in einer Aussendung. Bei der Konstituierung wurde Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Horst Bischof, Rektor der Technischen Universität Graz zum Vorsitzenden und Dr. Jeannette Gorzala, Chief Policy Officer von AI Austria zu seiner Stellvertreterin gewählt.

 

Tursky: KI führt zu grundlegenden Veränderungen

„Der Einsatz der neuen Technologie in den verschiedensten Bereichen unseres Lebens fĂĽhrt zu grundlegenden Veränderungen in unserer Gesellschaft”, erklärte der Staatsekretär fĂĽr Digitalisierung, Florian Tursky.

Die vielen Einsatzmöglichkeiten und die rasanten technologischen Entwicklungen zeigen den Handlungsbedarf. Tursky: “FĂĽr die verantwortungsvolle und erfolgreiche Nutzung von KĂĽnstlicher Intelligenz brauchen wir Kompetenz bei Reflexion und Anwendung. Der aus elf Expertinnen und Experten bestehende Beirat stellt sicher, dass wir die Chancen der neuen Technologie bestmöglich einsetzen werden.”

 

Experten fĂĽr alle Facetten

Die elf Mitglieder des Beirates setzen sich aus Wissenschaft der Disziplinen Ethik, Forschung, Ă–konomie, Recht und Technik zusammen. Drei Mitglieder wurden vom Bundeskanzleramt und acht Mitglieder vom Bundesministerium fĂĽr Finanzen berufen. Die operative Betreuung des Beirats obliegt der RTR GmbH, wo auch die Servicestelle angesiedelt ist.

 

Umfassende Beratung

Der Beirat informiert und berät die Mitglieder der Bundesregierung sowie die RTR‑GmbH über aktuelle Entwicklungen. Dies umfasst sowohl technische als auch ethische und gesellschaftliche Aspekte. Ebenfalls berät der KI-Beirat die Bundesregierung bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Strategie für Künstliche Intelligenz, einschließlich der Festlegung von Zielen, Prioritäten und Maßnahmen.

 

Raab will beste Bedingungen fĂĽr heimische Medien

Auch die Auswirkungen von KI in Medien wird im Beirat ein Thema sein, kündigte Medienministerin Susanne Raab an. „KI ist eine Chance für Medien, die wir nicht verpassen dürfen – bringt aber auch große Herausforderungen und Risiken wie Fake News oder die Verstärkung von Stereotypen mit sich. Mir geht es darum, die besten Bedingungen zu schaffen, dass heimische Medien mit neuen Technologien wie KI bestmöglich arbeiten können und gleichzeitig das Vertrauen in die Medien gesichert bleibt. Der neue KI-Beirat ist dabei eine unterstützende Maßnahme.“

 

Elf Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Bereichen der Wissenschaft gehören dem neuen KI-Beirat an. Foto: BKA/Regina Aigner

Elf Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Bereichen der Wissenschaft gehören dem neuen KI-Beirat an. Foto: BKA/Regina Aigner

 

Ă–sterreich als Vorreiter

Um schon vorzeitig Transparenz und Vertrauen in künstliche Intelligenzen zu gewährleisten, werden alle KI-Systeme des Bundes bereits vor Inkrafttreten des europäischen AI-Acts verpflichtend gekennzeichnet werden. Wenn Nutzerinnen und Nutzer also beispielsweise mit KI-getriebenen Anwendungen eines Ministeriums kommunizieren, sollen sie dies anhand eines entsprechenden Hinweises sofort erkennen können.

Dazu wurde bereits im Vorfeld 2023 eine bundesweite Erhebung über alle Ressorts zu KI Anwendungen durchgeführt. Dazu zählen etwa die Gebäudeklassifikation im Auftrag des BKA zur automatischen Klassifikation von Gebäudetypen oder Grants4Companies des BMF, in dem Unternehmen auf Basis der in den Registern der Verwaltung verfügbaren Daten für sie passende Förderungen angezeigt werden.

An der Kennzeichnung von KI-Systemen der Bundesverwaltung in Ă–sterreich wird bereits gearbeitet. Der KI-Beirat wird bei der Kennzeichnung der KI-Systeme der Bundesverwaltung unterstĂĽtzend mitwirken.

 

Vom Finanzministerium entsandt:

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Horst Bischof (TU Graz), Univ.-Prof. Dr. Markus Fallenböck (Uni Graz), Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Forgó (Uni Wien), Univ.-Prof. Mag. Dr. Sabine T. Köszegi (TU Wien), Priv.-Doz. Mag. Dr. Bernhard Moser (ASAI), Dr. Clara Neppel (IEEE Technology Centre GmbH), Mag. Dr. Walter Peissl (Akademie der Wissenschaften), Mag. Carina Zehetmaier E.MA (Women in AI)

Vom Kanzleramt entsandt:

Erich Albrechtowitz (Bundeskanzleramt), Dr. Jeannette Gorzala (AI Austria), Mag.a Verena Krawarik (Austria Presse Agentur)

Florian Tursky und Susanne Raab waren von Seiten der Bundesregierung bei der Konstituierung des KI-Beirats anwesend. Foto: BKA/Regina Aigner
Florian Tursky und Susanne Raab waren von Seiten der Bundesregierung bei der Konstituierung des KI-Beirats anwesend. Foto: BKA/Regina Aigner
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