Regierung

COVID-19: das gilt ab 1. August

In Zukunft setzt die Bundesregierung im Kampf gegen COVID-19 auf einen Maßnahmen-Mix aus Impfung, Medikamenten und Verkehrsbeschränkungen. Foto: iStock / Santje09

Am Dienstag gab die Bundesregierung die neuen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bekannt (Zur-Sache berichtete). Zukünftig wird neben dem Variantenmanagementplan und den ab 1. August geltenden Verkehrsbeschränkungen für Infizierte, auch vermehrt auf Auffrischungsimpfungen und den Einsatz von COVID-Medikamenten gesetzt.

 

Vier Szenarien für die Zukunft

Der Variantenmanagementplan sieht für verschiedene Szenarien passende Strategie-Maßnahmen unter anderem bei Tests, beim Impfen und bei Therapien vor. Damit können zielgerichtete Schritte für unterschiedliche Entwicklungen der Pandemie in den kommenden Monaten gesetzt werden. Diese wären im günstigsten Szenario keine Maskenpflicht oder Beschränkungen durch G-Regeln oder im schlimmsten Fall Beschränkungen für Veranstaltungen oder Nachtgastronomie und nächtliche Ausgangssperren.

 

Verstärkt auf Medikamente und Impfungen setzen

Für die nächsten Monate setzt die Bundesregierung bei den neuen Maßnahmen verstärkt auf eine Kombination aus Auffrischungsimpfungen und den Einsatz von COVID-Medikamenten. Derzeit wird die Booster-Impfung für Menschen ab 65 und Menschen mit Vorerkrankungen vom Nationalen Impfgremium empfohlen. Diese senkt auch das Risiko einer Long-COVID-Erkrankung deutlich.

Deutlich ausgeweitet wird auch der Einsatz von COVID-Medikamenten. 480.000 Packungen sind von Österreich bereits bestellt worden. Der Einsatz der Medikamente geht dabei Hand in Hand mit einer Informations-Kampagne für Patienten.

 

Verkehrsbeschränkung statt Quarantäne

Wer krank ist, soll auch zuhause bleiben. Das gilt sowohl für COVID, als auch für alle anderen Erkrankungen. Was sich bei den neuen Maßnahmen nun ändert, ist die Quarantäne. Statt dieser gibt es für Infizierte nun Verkehrsbeschränkungen. Diese neuen Regelungen treten mit 1. August in Kraft und gelten österreichweit. Die Bundesländer dürfen diese Regeln nicht abändern.

 

Infiziert – was nun?

  • Infizierte ohne Symptome können die eigene Wohnung verlassen und auch arbeiten gehen. Sie müssen dabei durchgehend eine FFP2-Maske tragen. Ausnahme: Im Freien bei einem Abstand von mindestens 2 Metern zu anderen Personen.
  • Besuche in vulnerablen Settings (Krankenhäuser, Pflegeheime, etc.) sind nicht erlaubt.
  • Arbeitgeber sind angehalten, soweit möglich eine räumliche Trennung von Infizierten vorzunehmen oder Schutzvorrichtungen bereitzustellen.
  • Gleichzeitig wird die Risikogruppenverordnung wieder in Kraft gesetzt: Menschen aus Risikogruppen können damit ins Homeoffice wechseln bzw. von der Arbeit freigestellt werden.
  • Auch die telefonische Krankschreibung wird wieder eingeführt. Wer sich krank fühlt, erhält mit einem Telefonat beim Hausarzt bzw. bei der Hausärztin seine Krankschreibung.
  • Die Verkehrsbeschränkung dauert zehn Tage. Sie gilt automatisch mit jedem positiven Antigen und PCR-Test. Es wird kein individueller Bescheid mehr ausgestellt. Nach fünf Tagen ist ein Freitesten mittels PCR-Test möglich.
In Zukunft setzt die Bundesregierung im Kampf gegen COVID-19 auf einen Maßnahmen-Mix aus Impfung, Medikamenten und Verkehrsbeschränkungen. Foto: iStock / Santje09
In Zukunft setzt die Bundesregierung im Kampf gegen COVID-19 auf einen Maßnahmen-Mix aus Impfung, Medikamenten und Verkehrsbeschränkungen. Foto: iStock / Santje09
Die Koalitionsregierung berät über ein Verbot der islamistischen Muslimbruderschaft: Integrationsministerin Claudia Bauer. Foto: Bka/Gruber

Bauer arbeitet an Verbot islamistischer Extremisten

Das Zukunftsdepot zum Start ins Leben ist ein Modell für jede Familie. Foto: iStock/ skynesher

500 Euro Startguthaben – Zukunftsdepot als Modell für jede Familie

Ministerin Claudia Bauer beauftragt den Integrationsfonds, der Lehrerschaft Informationen und Empfehlungen für den Umgang mit religiös motivierten Konflikten zu vermitteln. Foto: Bka / Florian Schrötter

Lehrerinnen erhalten Training wegen religiös motivierter Konflikte

Die Reformen von Bund, Ländern und Gemeinden für einen schlankeren Staat werden auf dem Info-Portal der Reformpartnerschaft dokumentiert. Foto: Screenshot Website Reformpartnerschaft

Info-Portal zum schlanken Staat

Seit einem Monat steht Deutschland im Banne einer Drohnenattacke Russlands auf ukrainische Flugzeuge am Flughafen Leipzig/Helle. Nun folgen Konsequenzen. In Österreich warnt ÖVP-Klubobmann und Sicherheitssprecher Ernst Gödl neuerlich vor der russland-freundlichen FPÖ. Foto: Screenshot tagesschau

Nach Drohnenattacke Russlands warnt Gödl vor FPÖ

Das Zukunftsdepot soll spesenfrei und steuerfrei gestellt werden, erklärt Bundeskanzler Christian Stocker. Foto: Pixabay/SteveBp

So funktioniert das Zukunftsdepot