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2 Prozent Inflation: Trendwende geschafft
Die Maßnahmen zur Milderung der Preise vor allem bei Energie wirken: Die Inflation ist im Jänner laut Schnellschätzung auf 2,0 Prozent gesunken. Damit ist die Trendwende geschafft, sagen Bundeskanzler Christian Stocker, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl.
Regierung drückte Energiekosten
Die Ursachen dafür liegen in den Entscheidungen der Bundesregierung, heißt es in einer Information von Bundeskanzleramt und Wirtschaftsministerium, ergänzt um statistische Effekte. Die Maßnahmen im Energiebereich sind die wesentlichen. Einige weitere – etwa die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel oder der Sozialtarif für günstigeren Strom – treten im Laufe des Jahres in Kraft.
Diese Maßnahmen senkten die Inflation:
- Senkung der Elektrizitätsabgabe: Für Haushalte auf das EU-Minimum von 0,1 Cent/kWh, für Unternehmen um knapp die Hälfte auf 0,82 Cent/kWh
- Senkung der Ökostromabgabe um mindestens 14 %
- Leistbare Preise werden zum Unternehmensziel: Energieversorger in öffentlicher Hand müssen in Zukunft ausdrücklich auf leistbare Preise achten – und nicht mehr nur auf ihre wirtschaftlichen Ziele. Konkret müssen Preisfestsetzungen im Sinne der Konsumenten gestaltet werden und, jetzt neu, Gewinne dürfen nur dann ausgeschüttet werden, wenn die Versorgungssicherheit und Leistbarkeit dadurch nicht gefährdet werden
- Bremsen der Netzkostensteigerungen: Durch frühzeitige Gespräche der Bundesregierung mit der Austrian Power Grid ist es gelungen, die E-Control davon zu überzeugen, der APG die Nutzung eines sogenannten Regulierungskontos zu erlauben. Das Ergebnis: Die Netzkosten steigen 2026 im Durchschnitt nur um 1,1 Prozent (im Vorjahr über + 20 %).
Weitere Maßnahmen im Laufe des Jahres:
- Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel: Ab 1. Juli wird die Mehrwertsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel von 10 auf 4,9 % gesenkt.
- Sozialtarif: Für Haushalte mit wenig Einkommen wird in Zukunft ein eigener, günstiger Stromtarif eingeführt (6 Cent/kWh bis 2.900 kWh). Damit spart sich ein Haushalt rund 300 Euro pro Jahr. Beispiel: Vom Sozialtarif profitieren in Summe rund 290.000 Haushalte und damit über 500.000 Personen. Anspruchsberechtigt sind bedürftige Pensionistinnen und Pensionisten, Bezieher von Pflegegeld und Sozialhilfe sowie jene mit einem Verdienst unter dem Mindesteinkommen.
- Wettbewerb am Strommarkt: Neben dem Verbund hat bereits die EVN angekündigt die Preise zu senken. Zu erwarten ist auch, dass weitere Energieversorger diesem Beispiel folgen. Zusätzlich wird auf den Rechnungen in Zukunft ein Hinweis zum Tarifwechsel vermerkt, um die Wechselbereitschaft zu erhöhen.
- Preis-Runter-Garantie: Wenn Energieversorger ihren Strom günstiger einkaufen, müssen auch die Kunden davon profitieren – und nicht mehr nur der Energieversorger. Damit sinken die Preise nach 6 Monaten automatisch, sobald der Einkaufspreis für Stromversorger fällt.
Die Wende zum Aufschwung
So meint Bundeskanzler Christian Stocker zur Schnellschätzung: „Dass wir unser 2-Prozent-Inflationsziel erstmals im Jänner erreicht haben und damit rascher, als viele erwartet haben, ist das Ergebnis klarer Entscheidungen, treffsichererer Entlastungen – vor allem im Energiebereich – und konsequenter Arbeit. Diese Entwicklung stärkt die Kaufkraft, gibt den Menschen finanziellen Spielraum zurück und schafft gleichzeitig die Grundlage dafür, dass Investitionen erneut anziehen und die heimische Wirtschaft wieder nachhaltig wächst. Das ist die Wende, die wir brauchen, damit sich der Aufschwung in Österreich weiter verfestigt.
Auf die Entwicklung bei Energie verweist Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer: „Energie drückt erstmals die Teuerung, statt sie zu treiben. Damit ist klar: Die Senkung der Elektrizitäts- und der Ökostromabgabe kommt bei den Menschen und Betrieben an. Weitere Maßnahmen für günstigere Energie sind bereits beschlossen und stehen kurz davor, ihre volle Wirkung zu entfalten: der Sozialtarif, mehr Wettbewerb am Strommarkt und die Preis-runter-Garantie im Billigstromgesetz.“
Die niedrigere Inflation fördert den Aufschwung, meint Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl: „Die deutlich gesunkene Inflationsrate im Jänner zeigt, dass die zahlreichen Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen die Teuerung nun ihre Wirkung entfalten. Die niedrigere Inflation ist auch eine gute Basis, um die wirtschaftliche Konjunktur weiter zu beleben und einen nachhaltigen Aufschwung für Österreich zu schaffen.“
Info zur Schnellschätzung der Statistik Austria HIER





