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Tag 2 nach Gazprom-Lieferstopp: Versorgung gesichert, Preise halten

Die Erdgasstation Baumgarten an der March (Niederösterreich) ist Österreichs größte Erdgasimport- und –verteilstation und aufgrund ihrer zentralen Lage eine der bedeutendsten Erdgasdrehscheiben Europas. Von Baumgarten aus werden Österreich sowie die Länder Deutschland, Frankreich, Ungarn, Italien sowie Slowenien und Kroatien mit Erdgas versorgt. Gazprom hat die Lieferungen für die OMV eingestellt. Foto: OMV

Tag 2 nach dem Gazprom-Lieferstopp: Österreich ist gegen die Folgen gerüstet. Die Versorgung mit Gas ist gesichert, die Preise könnten stabil bleiben: Das erklärten einerseits Experten der Energiebranche und der Regulierungsbehörde, andererseits Regierungsmitglieder, allen voran Bundeskanzler Karl Nehammer.

 

Gaspreis wieder eingependelt

Die Preise für Gas hatten sich am Freitag, nachdem für Samstag ein Lieferstopp nach Österreich angekündigt hatte, etwas nach oben bewegt, dann aber wieder eingependelt.

Die E-Control erwartet für den bevorstehenden Winter keine wesentlichen Steigerungen der Gaspreise, sagt Johannes Mayer von der E-Control laut Medienberichten.

Anmerkung: Unabhängig davon erhöhen sich m nächsten Jahr in Österreich die Netzkosten für Strom und Gas sowie Abgaben.

 

Russland Lieferstopp vorerst folgenlos

Ähnlich äußerte sich Energieministerin Leonore Gewessler im Ö1-Mittagsjournal: perfekte Prognosen seien den Experten zufolge nicht möglich, aber für einen merklichen Anstieg der Preise für Endkunden gebe es derzeit – trotz Russlands Lieferstopp – keine Anzeichen. Das könnte über den Jahreswechsel hinaus so bleiben.

Die Versorgung mit Gas sei jedenfalls sicher, bekräftigte Gewesseler.

Dazu hatte E-Control nach der Gazprom-Ankündigung erklärt: Aufgrund der hohen Speicherfüllstände und der Substitutionsmöglichkeiten über andere Transportrouten wird von einer bleibenden aufrechten Versorgung der österreichischen Gaskunden ausgegangen.

Nehammer: Österreich hat sich vorbereitet

Dies hatte zuvor Bundeskanzler Nehammer unmittelbar nach der Ankündigung des Lieferstopps ebenfalls erklärt. Österreich lasse sich durch den Lieferstopp auch nicht von der kritischen Haltung gegenüber Russlands Präsident abbringen.

Mit der Einstellung der Lieferungen an die OMV ist eingetreten, worauf wir uns seit Kriegsausbruch in der Ukraine vorbereitet haben, hatte Nehammer am Freitag erklärt. Die Versorgung ist gesichert, keine Wohnung werde kalt bleiben. Die Speicher seien zu 93 Prozent gefüllt. Der Staat habe eine strategische Reserve.

 

Russisches Gas kommt weiter nach Österreich

Der Stopp gilt für die Lieferungen von Russlands Gazprom an die österreichische OMV. Dennoch fließen weiterhin rund 90 Prozent der üblichen Liefermenge aus Russland nach Österreich, allerdings an andere Abnehmer beziehungsweise Versorger.

 

Gazprom verlor gegen OMV

Anlass für Lieferstopp war, dass die OMV vor einem internationalen Schiedsgericht gegen Gazprom eine Zahlung von 230 Millionen Euro erreichte. Darauf stellte die OMV die Zahlungen ein, um so Gelder bis zu diesem Betrag einzubehalten. Daraufhin stoppte Gazprom die Lieferungen an die OMV, nicht aber jene für andere Abnehmer an den Knotenpunkt Baumgarten in Niederösterreich.

Die OMV hatte bereits im August 2024 erklärt, ihre Kunden auch ohne Gas aus Russland sicher versorgen zu können.

Die Erdgasstation Baumgarten an der March (Niederösterreich) ist Österreichs größte Erdgasimport- und –verteilstation und aufgrund ihrer zentralen Lage eine der bedeutendsten Erdgasdrehscheiben Europas. Von Baumgarten aus werden Österreich sowie die Länder Deutschland, Frankreich, Ungarn, Italien sowie Slowenien und Kroatien mit Erdgas versorgt. Gazprom hat die Lieferungen für die OMV eingestellt. Foto: OMV
Die Erdgasstation Baumgarten an der March (Niederösterreich) ist Österreichs größte Erdgasimport- und –verteilstation und aufgrund ihrer zentralen Lage eine der bedeutendsten Erdgasdrehscheiben Europas. Von Baumgarten aus werden Österreich sowie die Länder Deutschland, Frankreich, Ungarn, Italien sowie Slowenien und Kroatien mit Erdgas versorgt. Gazprom hat die Lieferungen für die OMV eingestellt. Foto: OMV
So geht Klimaschutz mit der Wirtschaft: In den Niederlanden startet Yara die Speicherung von Kohlenstoffdioxid in Norwegen. In Österreich soll das Speicherverbot jetzt fallen, kündigen Bundeskanzler Christian Stocker und Umweltminister Norbert Totschnig an. Foto: IMAGO / Ole Berg-Ruster, NTB

Für das Klima soll Speicherverbot fallen

Schickte am Freitag den Entwurf für das neue Klimagesetz in Begutachtung: Klima- und Umweltminister Norbert Totschnig. Foto: BMLUK/Hemerka

Klimagesetz auf Schiene: Totschnig verbindet Klimaschutz mit Wachstum und Arbeitsplätzen

Um gegen möglicherweise steigende Energiepreise vorzusorgen, hat die Bundesregierung ein Paket für den Standort beschlossen: Förderungen für Unternehmen und Preisdeckel bei Strom für Haushalte Foto: APG

Förderung und Deckel gegen steigende Energiepreise

Österreich soll bei der Konjunktur an Sicherheitsgütern mit dabei sein, erklärt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer anlässlich eines Besuches mit Bundeskanzler Christian Stocker bei Rheinmetall in Wien. Foto: Bka

Österreich will bei Konjunktur für Sicherheitsgüter dabei sein

Die Regierung hat den Fahrplan und die Elemente des Klimagesetzes festgelegt. Zum Wochenauftakt debattiert der Nationalrat dazu in einer Sondersitzung. Foto: Bernadette Sattler-Remling

Weg zum Klimagesetz fixiert

Ein Umweltpaket schickt die Bundesregierung nun in Begutachtung, gab Bundeskanzler Christian Stocker - mit Vizekanzler Andreas Babler und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger - unter großem Medieninteresse bekannt. Foto: Jakob Glaser

Umweltpaket bestückt und abgesandt