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Eine Strategie der bürgerlichen Mitte
Ansätze für eine „bürgerliche Politik zwischen postmoderner Revolution und neurechter Gegenrevolution“ präsentierte der deutsche Historiker Andreas Rödder auf Einladung von Campus Tivoli.
Wohlstand für alle
„Bürgerliche Politik bedeutet Wohlstand für alle“, sagte Andreas Rödder: Sie steht für Freiheit, für Sicherheit und für Wohlstand. Genau das solle verstärkt in einem „eigenen, glaubwürdigen politischen Narrativ“ vermittelt werden. Die bürgerliche Mitte soll „prinzipienfest in der Ausrichtung“ und „pragmatisch in den Mitteln“ vorgehen. Zwischen den postmodernen Links-Grünen einerseits und der Neuen Rechte andererseits gelte es, diese Herausforderungen anzunehmen. „Es gibt kein Patenrezept“ gegen die neurechte Gegenrevolution, die sich gegen Links-Grün und gegen Postliberalismus richtet. Aber es bestehen „Reformnotwendigkeiten“, daher sollten „anstelle einer kleinteiligen Politik besser ambitionierte Reformprojekte“ aufgegriffen werden.
Dreifache Krise der Gegenwart
Bürgerliche Politik handle vor dem Hintergrund einer „dreifachen Krise der Gegenwart“: der neuen geopolitischen Ordnung, dem ökonomisch-technischen Umbruch und der Kulturrevolution, also dem Pendelschlag nach rechts.
Zur Disposition stehe daher die klassische liberale Ordnung. Diese bedeute im Inneren Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte, und nach Außen die Integrität gleichberechtigter souveräner Staaten.
Ökonomisch, so Rödder, stehe diese Ordnung für den Washington Consensus, also für Marktwirtschaft und Freihandel.
Der Vortrag von Andreas Rödder in Wien war die erste Austrian Lecture von Campus Tivoli, wie Präsident Wolfgang Sobotka erläuterte. Austrian Lecture ist eine neue Veranstaltungsreihe von Campus Tivoli, als ein Forum für grundsätzliche Debatten zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen.





