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Autoindustrie kriegt Atempause: EU flexibilisiert Emissionsvorgaben

Die Emissionsvorgaben für Autohersteller werden von der EU flexibilisiert. Foto: iStock/Viktor Fischer

Die EU-Kommission plant eine Änderung bei den Emissionsvorgaben für Autohersteller. Die ÖVP-Europaabgeordnete Sophia Kircher begrüßt den Vorschlag und sieht darin einen wichtigen Schritt für mehr Wettbewerbsfähigkeit bei gleichzeitigem Klimaschutz.

„Das ist eine wichtige Flexibilisierung der Emissionsvorschriften, die den Autoherstellern und ihren Zulieferern Luft zum Atmen lässt“, sagte Kircher am Montag in Straßburg. Die Änderungen sehen vor, dass künftig Emissionen über einen Zeitraum von drei Jahren im Durchschnitt bewertet werden – statt wie bisher an einem fixen Jahresziel gemessen zu werden.

Sophia Kircher mit der bestätigten Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola. Foto: Kircher

Kircher mit der Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola. Foto: Kircher

Laut Kircher gehe es dabei nicht um ein Aufweichen der Klimaziele: „Die Ziele werden dabei nicht aufgeweicht oder abgeschwächt, sondern es wird nur eine Durchschnittsberechnung über drei Jahre herangezogen statt einem harten Ziel für heuer. So sichern wir den Klimaschutz und unsere Wettbewerbsfähigkeit.“

„Ansonsten hätten wir die paradoxe Situation, dass europäische Hersteller […] Millionen überweisen müssten.“
Sophia Kircher, EU-Abgeordnete

 

Die ÖVP-Politikerin, die auch stellvertretende Vorsitzende des Verkehrsausschusses im EU-Parlament ist, warnt vor negativen Auswirkungen auf europäische Hersteller, wenn es bei den bisherigen Regeln bleibt: „Ansonsten hätten wir die paradoxe Situation, dass europäische Hersteller amerikanischen und chinesischen Elektroauto-Konkurrenten auf Basis von EU-Recht Millionen überweisen müssten. Das kann wohl nicht im Sinne des Erfinders sein.“

Kircher für technologieneutralen Zugang

Kircher plädiert für einen technologieneutralen Zugang (Zur-Sache berichtete) zur Emissionsreduktion. „Der Verkehr ist eines der Hauptprobleme für die Emissionen in der EU. Bei der Lösung dieses Problems ist es entscheidend, dass unsere Autohersteller nicht selbst das Problem werden.“ Die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors mit alternativen Treibstoffen sowie der Ausbau der Elektromobilität seien zentrale Pfeiler dieser Strategie.

Zum Erfolg der E-Mobilität seien aber weitere Maßnahmen nötig: „Damit die Elektromobilität ein Erfolg werden kann, brauchen wir eine flächendeckende Ladeinfrastruktur, bezahlbare Energie und eine stabile Rohstoffversorgung für die Produktion von Batterien“, so Kircher abschließend.

Die Emissionsvorgaben für Autohersteller werden von der EU flexibilisiert. Foto: iStock/Viktor Fischer
Die Emissionsvorgaben für Autohersteller werden von der EU flexibilisiert. Foto: iStock/Viktor Fischer
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