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Hanger zum U-Ausschuss: Die vielen Widersprüche der Karin Wurm

Auf die Widersprüche in den Aussagen von Karin Wurm, Lebensgefährtin des verstorbenen Juristen Christian Pilnacek, wies ÖVP-Fraktionsführer Andreas Hanger vor dem dieswöchigen U-Ausschuss hin.

Unmittelbar vor dem nächsten U-Ausschuss zum Tod von Christian Pilnacek verweist Andreas Hanger auf die vielen Widersprüche in den Aussagen von dessen Lebensgefährtin Karin Wurm. Diese wurde von Peter Pilz instrumentalisiert. Und das ergibt die Achse Wurm-Pilz-FPÖ.

 

Hanger sieht „gravierende Widersprüche“

Karin Wurm ist Privatperson, erläuterte Abg. Andreas Hanger, ÖVP-Fraktionsführer im Untersuchungsausschuss. Doch Wurm habe sich entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen und die politische Bühne zu betreten. Erst deren Darlegungen ein halbes Jahr nach dem Tod von Pilnacek hätten zu den gegenwärtigen Untersuchungen geführt. Doch die Aussagen von Wurm „weisen über den gesamten Ermittlungs- und Medienzeitraum hinweg zahlreiche, teils gravierende Widersprüche auf“, erläuterte der ÖVP-Abgeordnete am Dienstag in einem Pressegespräch.

Andreas Hanger: Die Achse der Verschwörungstheorie lautet Wurm-Pilz-FPÖ

Andreas Hanger: Die Achse der Verschwörungstheorie lautet Wurm-Pilz-FPÖ

Haus angeblich abgehört

Diese Widersprüche  und mehrfache Versionen durch Wurm betreffen die Beziehung, den letzten Abend im Leben des Christian Pilnacek und den Morgen nach seinem Ableben und die Fragen zu persönlichen Gegenständen. Weitere Widersprüche zeigen sich in den Aussagen Wurms zu behaupteten Abhör-Wanzen in ihrem Haus, zu einem angeblichen Zeugenschutzprogramm und zu ebenfalls nur behaupteten politischen Hintergründen. Auch zum Laptop und einem USB-Stick von Pilnacek sowie Bargeld und ein Sparbuch „gibt es keine konsistente Bestätigung“, sagt der ÖVP-Fraktionsführer.

 

Nur Bagatellverletzungen am Leichnam

Ein ähnliches Bild ergeben die unterschiedlichen Darstellungen zum obduzierten Leichnam. Wurm und der Ex-Politiker sowie Publizist Peter Pilz sprechen von schweren Verletzungen, etwa einer 12 Zentimeter großen Stichwunde. Doch alle mit der Obduktion befassten Personen sprächen lediglich von Bagatellverletzungen, etwa die Polizisten, die Ärzte und die Gutachter.

Karin Wurm wurde von Peter Pilz „instrumentalisiert“. Vor dem Hintergrund hoher Kosten für die öffentliche Hand forderte Hanger die Finanzprokuratur auf, Schadenersatzansprüche gegen Karin Wurm zu prüfen.

Die eigentliche Aufgabe des U-Ausschusses ist es laut Hanger, ob es politische Einflussnahme auf die Ermittlungen gegeben habe. Hanger: „Bisher sagen alle: nein“.