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Aufschwung soll durch geringere Lohnnebenkosten gestützt werden

Der Aufschwung ist in Sicht, die Inflation sinkt. Die Wirtschaft hofft nun auf eine Senkung der Lohnnebenkosten. Foto: istock / RainStar

Der prognostizierte Rückgang der Inflation sowie der zarte Wirtschaftsaufschwung sollen laut Plänen des Wirtschaftsbundes nun für eine Lohnnebenkostensenkung genutzt werden. Eine derartige Senkung würde den Betrieben Planungssicherheit geben und dien Aufschwung nachhaltig absichern.

Die im Regierungsprogramm verankerte Senkung der Lohnnebenkosten wird nun vom Wirtschaftsbund aufgegriffen. Am Dienstag forderte in einer Aussendung die neue Wirtschaftsbund-Generalsekretärin und ÖVP-Nationalratsabgeordnete Tanja Graf die Regierung auf, diesen „wesentlichen Baustein zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich“ umzusetzen. „Gerade jetzt ist es entscheidend, dieses Vorhaben konsequent wieder aufzugreifen und rasch umzusetzen. Hohe Lohnnebenkosten verteuern Beschäftigung, hemmen Investitionen und schwächen unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit. Eine Senkung schafft neue Spielräume für Betriebe, fördert Beschäftigung und stärkt damit nachhaltig Wachstum und Wohlstand“, so Graf.

Bilden die neue Führungsspitze im Wirtschaftsbund: Tanja Graf (l.) und Martha Schultz (r.)Foto: WB/Barbara Nidetzky

Bilden die neue Führungsspitze im Wirtschaftsbund: Tanja Graf (l.) und Martha Schultz (r.) Foto: WB/Barbara Nidetzky

Graf sieht Spielraum für „gezielte Entlastung“

Der prognostizierte Rückgang der Inflation würde laut Graf zeigen, dass die Maßnahmen der Bundesregierung ihre Wirkung entfalten würden und erste positive wirtschaftliche Entwicklungen sichtbar seien. „Ein zarter Aufschwung ist spürbar, die Inflationserwartungen sinken. Das bestätigt, dass der eingeschlagene Kurs richtig ist.“ Dieser positive Trend würde nun einen wichtigen Spieltraum für weitere „gezielte Entlastungen“ eröffnen, argumentiert die Generalsekretärin.

 

FLAF-Beiträge sollen reduziert werden

Kurzfristig könnten die Lohnnebenkosten durch eine Reduktion des Beitrags zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) gesenkt werden. Eine Senkung der FLAF‑Beiträge sei demnach rasch umsetzbar, würde Unternehmen unmittelbar entlasten und sei wirtschaftlich sinnvoll, wirksam und zu großen Teilen selbst finanzierend.

„Der FLAF wurde in den vergangenen Jahren zunehmend zweckentfremdet verwendet und damit über seine ursprüngliche Zielsetzung hinaus belastet. Gleichzeitig tragen heimische Betriebe weiterhin einen erheblichen Teil der Finanzierung.“

Wirtschaftsbund mit Appell

Graf erinnert an die im Regierungsprogramm vorgesehenen Maßnahme und fordert eine schnelle und verlässliche Umsetzung: „Unsere heimischen Betriebe brauchen jetzt Klarheit und Planungssicherheit. Wenn die Entlastung rasch bei den Unternehmen ankommt, kann die Senkung der Lohnnebenkosten den beginnenden Aufschwung nachhaltig absichern und den Wirtschaftsstandort Österreich zukunftsfit machen.“