News

Projekt  X lässt die Daten laufen – statt der Bürger

Präsenierten Projekt X: Staatsekretär Jörg Leichtfried, Alexander Pröll und Sepp Schellhorn. Foto: Bka / Regina Aigner

Die Verwaltung soll Daten austauschen, um damit Bürger und Behörden zu entlasten. Das ist ein Kern von Projekt X, das die Regierung startete. Staatssekretär Alexander Pröll und Regierungskollegen präsentierten die Details.

 

Projekt für Austausch von Daten

Behörden betreiben bereits eine Plattform für den Austausch von Daten, genannt Digital Austria Data Exchange – dadeX. Diese Plattform wird mit dem Projekt X ausgebaut. Bürgerinnen und Bürger brauchen also nicht Informationen – etwa persönliche Urkunden – mehrfach bei Behörden vorlegen, sondern die Ämter können die Urkunden untereinander austauschen. Das Once-Only-Prinzip verkürzt Verfahren, sichert Datenqualität, vermindert Aufwand und erhöht Effizienz. Zudem wird Missbrauch und Betrug vorgebeugt.

Schematische Darstellung des Datenaustausches. Screenshot Digital Austria

Darstellung des Datenaustausches von Ämtern und Registern. Bild: Screenshot Digital Austria

Eine Plattform für mehrere Register

Um dadeX weiter zu entwickeln, stehen bis 2028 rund 15 Mio. Euro zur Verfügung. Über diese Plattform sollen ab 2029 bestehende und neue Register nutzbar sein. Dazu gehören etwa Firmenbuch, Grundbuch, Melderegister und Sozialversicherungsdaten.

Staatssekretär Alexander Pröll dazu: „Wir wollen eine Verwaltung, die vorhandene Daten sicher und im Interesse der Bürger nutzt. Mit Projekt X setzen wir den nächsten Schritt vom digitalen Formular zu vernetzten Services.“

 

Automatisierte Antworten

Dazu erfolgen begleitende Maßnahmen, wie Pröll im gemeinsamen Pressegespräch mit Regierungskollegen Jörg Leichtfried und Sepp Schellhorn erläuterte.

Eine Datenbank, genannt Informationsverpflichtungsdatenbank, soll mehrfache Meldungen aufzeigen und vermindern. Der Datenaustausch wird rechtlich geregelt.

Parallel wird das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetzt novelliert:

  • Behörden dürfen Chatbots einsetzen, damit rund um die Uhr Anträge gestellt und Fragen beantwortet werden können.
  • Leistungen des Staates werden automatisch gewährt, sobald die Voraussetzungen erfüllt sind. Das ist heute schon bei der antraglosen Familienbeihilfe so geregelt.
  • Entscheidungen können vollständig automatisiert erfolgen.
Präsenierten Projekt X: Staatsekretär Jörg Leichtfried, Alexander Pröll und Sepp Schellhorn. Foto: Bka / Regina Aigner
Präsenierten Projekt X: Staatsekretär Jörg Leichtfried, Alexander Pröll und Sepp Schellhorn. Foto: Bka / Regina Aigner
Um gegen möglicherweise steigende Energiepreise vorzusorgen, hat die Bundesregierung ein Paket für den Standort beschlossen: Förderungen für Unternehmen und Preisdeckel bei Strom für Haushalte Foto: APG

Förderung und Deckel gegen steigende Energiepreise

Österreich soll bei der Konjunktur an Sicherheitsgütern mit dabei sein, erklärt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer anlässlich eines Besuches mit Bundeskanzler Christian Stocker bei Rheinmetall in Wien. Foto: Bka

Österreich will bei Konjunktur für Sicherheitsgüter dabei sein

Die Regierung hat den Fahrplan und die Elemente des Klimagesetzes festgelegt. Zum Wochenauftakt debattiert der Nationalrat dazu in einer Sondersitzung. Foto: Bernadette Sattler-Remling

Weg zum Klimagesetz fixiert

Ein Umweltpaket schickt die Bundesregierung nun in Begutachtung, gab Bundeskanzler Christian Stocker - mit Vizekanzler Andreas Babler und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger - unter großem Medieninteresse bekannt. Foto: Jakob Glaser

Umweltpaket bestückt und abgesandt

Integrationsministerin Claudia Bauer und Sozialforscher Rudolf Bretschneider präsentierten zu Zusammenhalt und Migration. Foto: Bka / Valentin Brauneis

So geht Integration: Arbeit, Sprache, Werte

Die Industriestrategie soll durch eine stärkere Anbindung der Förderagenturen noch mehr Gewicht bekommen. Foto: BMWET

Förderagenturen werden zum „Umsetzungsmotor” der Industriestrategie