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Regierung macht Tempo für Energiewende und Klimaschutz

Die Bundesregierung beschloss und präsentierte konkrete Projekte, um Österreich in der Versorgung mit Energie krisenfester und klimaneutral zu machen: Bundeskanzler Karl Nehammer mit Finanzminster Magnus Brunner sowie Vizekanzler Werner Kogler und Energieministerin Leonore Gewessler am Weg zum Pressefoyer. Bild: Bka/Florian Schrötter

Österreich setzt die nächsten Schritte, um die hohe Abhängigkeit von Gas aus Russland zu vermindern. Die Bundesregierung beschloss den Ausbau der West-Ost-Gaspipeline und des Stromnetzes, um Einspeisungen aus PV-Anlagen zu ermöglichen. So werde das Land unabhängiger und krisenfester, erklärten der Bundes- und der Vizekanzler im Foyer nach dem Ministerrat.

 

Ausbau Erneuerbare, Umstellung der Gaslieferung

Erneuerbare Energien werden ausgebaut und die Gasversorgung auf alternative, nicht-russische Quellen umgestellt.

Dafür wird – unter anderem – die Möglichkeit, Gas von Deutschland nach Österreich zu transportieren, mit einer erheblichen Investition durch die Gas Connect Austria ausgebaut.

Die gesunkenen Großhandelspreise sollen möglichst rasch an die Endkundinnen und Endkunden weitergegeben werden. Daher werden verschärfte Instrumente der Wettbewerbskontrolle geprüft.

 

Regierung nennt konkrete Projekte und Gesetze

Konkret will sich die Bundesregierung für “Sicherstellung der Versorgungssicherheit für Österreich durch
Energieinfrastrukturausbau” auf folgende Projekte konzentrieren:

Erneuerbares-Gas-Gesetz: Damit wird der Ausbau der heimischen Biogas-Produktion gesetzlich verankert. Das reduziert den Verbrauch von fossilem Erdgas und stärkt die Energie-Unabhängigkeit. Dazu sollen rasch die nächsten Schritte für eine finale Beschlussfassung im Nationalrat gesetzt werden.

Elektrizitätswirtschaftsgesetz: Es bringt klare Regeln für Ausbau der Stromnetze, erhöht die Transparenz und stärkt die Rechte von Endkundinnen und Endkunden sowie Unternehmen. Die Bundesregierung plant eine ehestmögliche Beschlussfassung der Regierungsvorlage für das Elektrizitätswirtschaftsgesetz.

Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungs-Gesetz: Das überragende öffentliche Interesse an Vorhaben der Energiewende soll gesetzlich vorgeschrieben werden. Genehmigung sollen vereinfacht und beschleunigt werden.

Inländische Wasserstoffwirtschaft: Das Wasserstoffförderungsgesetz wird bereits begutachtet und soll rasch verabschiedet werden.

Speicherung von Kohlendioxid: Die Bundesregierung empfiehlt dem Nationalrat, die geologische Speicherung von CO2 ausschließlich für den Rest an nicht vermeidbaren, prozessbedingten Emissionen unter strengen Sicherheits- und Umweltauflagen zuzulassen.

Tiefengeothermie: Das Potential der im Erdreich gespeicherten Wärme soll in Österreich bestmöglich genutzt und ausgebaut werden. Die Bundesregierung plant eine Novellierung der gesetzlichen Grundlagen, damit das volle Potential der Tiefengeothermie ausgeschöpft werden kann.

Ausbau von Erneuerbaren Energieträgern: 2023 betrug der Anteil erneuerbarer Energieträger an der österreichischen Stromerzeugung erstmals 87 %. Eine ehestmögliche Kundmachung der relevanten Verordnungen für Strom und Wasserstoff soll die Erreichung der Ausbauziele sicherstellen.

Die Bundesregierung beschloss und präsentierte konkrete Projekte, um Österreich in der Versorgung mit Energie krisenfester und klimaneutral zu machen: Bundeskanzler Karl Nehammer mit Finanzminster Magnus Brunner sowie Vizekanzler Werner Kogler und Energieministerin Leonore Gewessler am Weg zum Pressefoyer. Bild: Bka/Florian Schrötter
Die Bundesregierung beschloss und präsentierte konkrete Projekte, um Österreich in der Versorgung mit Energie krisenfester und klimaneutral zu machen: Bundeskanzler Karl Nehammer mit Finanzminster Magnus Brunner sowie Vizekanzler Werner Kogler und Energieministerin Leonore Gewessler am Weg zum Pressefoyer. Bild: Bka/Florian Schrötter
So geht Klimaschutz mit der Wirtschaft: In den Niederlanden startet Yara die Speicherung von Kohlenstoffdioxid in Norwegen. In Österreich soll das Speicherverbot jetzt fallen, kündigen Bundeskanzler Christian Stocker und Umweltminister Norbert Totschnig an. Foto: IMAGO / Ole Berg-Ruster, NTB

Für das Klima soll Speicherverbot fallen

Schickte am Freitag den Entwurf für das neue Klimagesetz in Begutachtung: Klima- und Umweltminister Norbert Totschnig. Foto: BMLUK/Hemerka

Klimagesetz auf Schiene: Totschnig verbindet Klimaschutz mit Wachstum und Arbeitsplätzen

Um gegen möglicherweise steigende Energiepreise vorzusorgen, hat die Bundesregierung ein Paket für den Standort beschlossen: Förderungen für Unternehmen und Preisdeckel bei Strom für Haushalte Foto: APG

Förderung und Deckel gegen steigende Energiepreise

Österreich soll bei der Konjunktur an Sicherheitsgütern mit dabei sein, erklärt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer anlässlich eines Besuches mit Bundeskanzler Christian Stocker bei Rheinmetall in Wien. Foto: Bka

Österreich will bei Konjunktur für Sicherheitsgüter dabei sein

Die Regierung hat den Fahrplan und die Elemente des Klimagesetzes festgelegt. Zum Wochenauftakt debattiert der Nationalrat dazu in einer Sondersitzung. Foto: Bernadette Sattler-Remling

Weg zum Klimagesetz fixiert

Ein Umweltpaket schickt die Bundesregierung nun in Begutachtung, gab Bundeskanzler Christian Stocker - mit Vizekanzler Andreas Babler und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger - unter großem Medieninteresse bekannt. Foto: Jakob Glaser

Umweltpaket bestückt und abgesandt