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Risikobild 2026: Das sind die 7 Top-Risiken für Österreich
Das Risikobild 2026 der Generaldirektion Verteidigungspolitik im Verteidigungsministerium nennt die Top-Risiken, denen Österreich ausgesetzt ist. Zur-Sache zitiert aus dem Lagebericht 2026.
Das sind die sieben Risiken:
Konfrontation zwischen Russland und der EU
Die Sicherheitslage in Europa bleibt durch den andauernden Ukraine-Konflikt massiv verschärft. Auch eine Konfrontation zwischen Russland und der NATO oder eine mögliche Ausweitung des Krieges in der Ukraine ist weiterhin möglich. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine längst nicht auf Europas geografischen Raum beschränkt, sondern haben sich zunehmend internationalisiert. Europa muss seine militärische Handlungsfähigkeit und Resilienz weiter verbessern.

„Defense One“ berichtet über Strategie von US-Präsident Donald Trump, die EU zu spalten
Unilaterales Agieren der USA
Donald Trump hat in seiner zweiten Amtszeit klar gemacht, dass er seine Politik des „America First“ bedingungslos fortsetzen wird. Diese Entwicklung zwingt Europa, bisherige transatlantische Gewissheiten zu hinterfragen, da die Vereinigten Staaten ihre Beziehungen nun verstärkt nach dem Prinzip „Friede durch Stärke“ und primär nach eigenen Interessen neu ordnen. Die Antwort auf „America First“ und andere Nationalismusbestrebungen muss „Europe Together“ sein – strategische Autonomie und militärische Handlungsfähigkeit sind für Europa ein MUSS, um seine Sicherheit selbst gewährleisten zu können.

Der EU-Migrationspakt soll das Risiko illegaler Migration nach Europa eindämmen. Foto: EU/Multimedia
Migrationsströme nach Österreich
Die Brisanz der Sicherheitslage in Europas Umfeld – insbesondere im Nahen und Mittleren Osten sowie aufgrund der Bürgerkriege beidseits des Roten Meeres – wird weiterhin Migrationsströme nach Österreich mit sich bringen. Migrationsbewegungen werden auch als Teil hybrider Szenarien gezielt eingesetzt. Es ist für Österreich essenziell, sich 1) für gemeinsame Lösungen im Migrationsmanagement der EU einzusetzen und 2) in diesen Krisenregionen an Stabilisierungsmissionen mitzuwirken. Österreich muss danach trachten die Risiken zu bekämpfen bevor sie in der EU, in Österreich wirksam werden.

Europa rückt zusammen, denn die USA und Russland haben kein Interesse an einem geeinten Europa. Foto: EU
Schwächung der europäischen Integration
Ein wesentliches Risiko für unser gemeinsames europäisches Projekt ist der gezielte Versuch, die europäische Integration zu schwächen, um Europa im Wettstreit der Großmächte USA, China und Russland aufzureiben und auszuspielen. Ohne Abwehr feindlicher Einflussnahmen und Geschlossenheit im Verbund der europäischen Partner droht das „Recht des Stärkeren“ die Oberhand zu gewinnen, was die europäische Integration als Friedensprojekt nachhaltig gefährden kann.
Kognitive Kriegsführung
Unter Kognitiver Kriegsführung werden im Lagebericht synchronisierte und systematische Aktivitäten verstanden, die darauf abzielen, über die Beeinflussung und Manipulation des menschlichen Bewusstseins die Wahrnehmung, Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit von Individuen, Gruppen, Institutionen oder Bevölkerungen zu beeinflussen. Ziel feindlicher Akteure ist es, den Gegner zu schwächen, ohne offene Kampfhandlungen zu führen – ein typisches Merkmal hybrider Angriffsszenarien. Es geht darum, Vertrauen zu zerstören und damit die Demokratie in ihrem Kern zu treffen. Die Stärkung der Geistigen Landesverteidigung trägt zur Resilienz gegenüber kognitiven Einflüssen bei.
Wirtschaftlicher Protektionismus
Protektionismus und die Nutzung von Abhängigkeiten als Waffe gefährden Europas industrielle Basis und steigern das Risiko einer Wirtschaftskrise. In diesem Zusammenhang ist auch das Risiko der De-Industrialisierung Europas zu sehen. Österreich ist aufgerufen, sich für kooperative und faire Handelsmodelle einzusetzen. In diesem Sinne ist auch die kürzlich erfolgte Zustimmung der EU-Mitgliedsstaaten zum Freihandelsabkommen MERCOSUR positiv hervorzuheben, lautet eine der Schlussfolgerungen im Lagebericht.
Cyber-Angriffe
Cyber-Angriffe sind Teil einer hybriden Kriegsführung, die gezielt Schwächen der europäischen Resilienz ausnutzt und oft nur schwer zuzuordnen ist. Diese malignen Aktivitäten im Informationsraum erfordern neue Ansätze zur Stärkung der gesamtstaatlichen Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit.





