Neuer Bundesratspräsident Stotter setzt auf Region und Innovation

Der neue Präsident des Bundesrates, Markus Stotter, will die Digitalisierung in den Regionen vorantreiben. Als Bürgermeister von Oberlienz verweist er auf ein globales Paradeunternehmen: Micado. Foto: Screenshot micado.at
Der neue Präsident des Bundesrates, Markus Stotter, will die Digitalisierung in den Regionen vorantreiben. Als Bürgermeister von Oberlienz verweist er auf ein globales Paradeunternehmen: Micado. Foto: Screenshot micado.at

Der neue Präsident des Bundesrats, Markus Stotter, setzt voll auf Regionen und Digitalisierung. Das Motto seines Halbjahres lautet „Starke Regionen: digital. engagiert. zukunftsorientiert“. In seiner Heimatgemeinde Oberlienz findet sich dafür ein weltweit beachtetes Unternehmen: Micado.

 

Stotter: neue Ideen entstehen in Regionen

Markus Stotter will die Jugend einbinden und digitale Strukturen ausbauen: „Die Zukunft unseres Landes entscheidet sich nämlich dort, wo junge Menschen Perspektiven finden, wo Ehrenamt wirkt und wo neue Ideen entstehen: in unseren Regionen. Ihre positive Entwicklung ist entscheidend für Österreichs Zukunft.” Genau dafür hat der Bürgermeister von Oberlienz ein Beispiel parat.

Bundesrat setzt Themen: Nach der Demografie stehen starke Regionen auf der Agenda das amtierenden Präsidenten der Länderkammer. Foto: Ulrike Wieser

Bundesrat: Nach der Demografie stehen starke Regionen auf der Agenda. Foto: Ulrike Wieser

Micado beliefert Luftfahrt und Automotive

„Das Unternehmen heißt Micado“, erklärte der MCI-Absolvent und Nebenerwerbsbauer im Dezember im Bundesrat: „Mit etwas mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt dieses Unternehmen unter anderem hoch spezialisierte Spannvorrichtungen für die internationale Luftfahrtindustrie und automatisiert Prozesse quer durch alle Branchen. Was hier entsteht, ist nicht nur technologisch beeindruckend, sondern auch volkswirtschaftlich entscheidend, denn in Zeiten des Fachkräftemangels sind solche Automatisierungslösungen ein zentraler Hebel, um Produktivität zu sichern, Arbeitsplätze zu entlasten und unseren Standort wettbewerbsfähig zu halten.“

 

Digitalisierung vorantreiben

Was macht also Stotter – als Parlamentarier und Bürgermeister: „Wir treiben die Digitalisierung voran. Moderne Verwaltung, souveräne und sichere Datenräume, digitale Identität und der verantwortungsvolle Einsatz von KI sollen den Alltag der Menschen erleichtern und Unternehmen entlasten. Österreich soll zu einem europäischen Zentrum für Innovation und Digitalisierung werden – mit klaren Regeln, hoher Sicherheit und einem starken Fokus auf Chancen.“

Markus Stotter, seit 1. Jänner 2026 neuer Präsident des Bundesrates. Foto: Thomas Topf

Markus Stotter, seit 1. Jänner 2026 neuer Präsident des Bundesrates. Foto: Thomas Topf

Zur Person

Markus Stotter, geboren am 22. November 1990 in Lienz, ist seit 2021 Bürgermeister der Gemeinde Oberlienz sowie seit 25. Oktober 2022 Mitglied des Bundesrats. Im ersten Halbjahr 2025 war er bereits Vizepräsident des Bundesrats. Seit 2022 ist er Landesparteiobmann-Stellvertreter der ÖVP Tirol und seit 2023 Bezirksparteiobmann der ÖVP Lienz, seit 2021 Ortsparteiobmann der ÖVP Oberlienz. Stotter hat das Studium “Nonprofit-, Sozial- und Gesundheitsmanagement” am MCI – Management Center Innsbruck mit Bachelor 2015 abgeschlossen. Der Nebenerwerbslandwirt absolvierte zudem 2020 bis 2021 die Land- und Forstwirtschaftliche Fachschule “Landwirtschaftlicher Facharbeiter”, heißt es in einer Information des ÖVP-Parlamentsklubs.

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