Parlament

Schallenberg übergibt Pflichtenheft

Alexander Schallenberg, bis zur Angelobung der nächsten Bundesregierung, Bundeskanzler der provisorischen: Regierungserklärung zu den nicht den verhandelbaren Grundlagen der Zweiten Republik. Foto: Parlament / Thomas Topf

Die Freiheitliche Partei führt Regierungsverhandlungen – und der amtierende Bundeskanzler Alexander Schallenberg erklärte vor dem Nationalrat die nicht verhandelbaren Grundlagen für Österreich und seine Demokratie. Schallenberg übergibt damit ein Pflichtenheft, an dem andere mitgeschrieben haben.

 

Die nicht verhandelbaren Grundlagen

Die Grundvoraussetzungen für eine handlungsfähige, nächste Bundesregierung „sind völlig klar“, sagte Schallenberg im Jänner-Plenum des Nationalrats. Dazu gehören:

  • Rechtsstaat,
  • Gewaltenteilung,
  • Menschen- und Minderheitenrechte,
  • Freie und unabhängige Medien,
  • ein Bekenntnis zu Österreichs Mitgliedschaft in der Europäischen Union,
  • Respekt des Völkerrechts und der UN-Charta.

Diese Grundlagen „sind nicht verhandelbar“, sagte der Bundeskanzler und Außenminister. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen und der geschäftsführende Bundesparteiobmann der ÖVP, Abg. Christian Stocker, haben dies bereits dargelegt.

 

Schallenberg: Österreich ist Kompromissdemokratie

„Es darf keinen Zweifel, wo Österreich steht“, erklärte der promovierte Jurist weiter: „Österreich ist und bleibt verlässlicher und stabiler Partner in Europa und in der Welt“. Zudem sei gerade Österreich als kleine und exportorientierte Volkswirtschaft auf internationale Einbettung und Einhaltung internationaler Regeln angewiesen.

Und Schallenberg, vor drei Jahren schon einmal übergangsweise Bundeskanzler, schrieb ein zweites Kapitel in das Pflichtenheft für den Ballhausplatz: Österreich ist eine Konsensdemokratie, keine Konfliktdemokratie. Das sei die Lektion der 1. Republik und der NS-Zeit. Heute sei Österreich eine funktionierende Demokratie mit einer starken Verfassung, mit höchsten Standards an Grund- und Freiheitsrechten.

Dazu gehören auch das “klare Bekenntnis zu Kunst und Kultur und ihrer Freiheit”, zu Österreich als Kulturnation.

Alexander Schallenberg, bis zur Angelobung der nächsten Bundesregierung, Bundeskanzler der provisorischen: Regierungserklärung zu den nicht den verhandelbaren Grundlagen der Zweiten Republik. Foto: Parlament / Thomas Topf
Alexander Schallenberg, bis zur Angelobung der nächsten Bundesregierung, Bundeskanzler der provisorischen: Regierungserklärung zu den nicht den verhandelbaren Grundlagen der Zweiten Republik. Foto: Parlament / Thomas Topf
Joachim Schnabel, Verkehrssprecher der ÖVP, nennt die Kriterien für die ÖBB-Reform. Ein Gesetzesentwurf liegt vor, die Koalition beginnt Verhandlungen. Ebenfalls gestartet sind die Testfahrten des neuen italienischen Hochgeschwindigkeitszuges Frecciarossa in Tirol und auf der Weststrecke. Foto: Italotreno

Nagelprobe für ÖBB-Reform: Wettbewerb und Nahverkehr

Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer, sorgt für Korrektur falscher FP-Aussagen. Foto: LKÖ, Jung-Leithner

Korrektur grober FPÖ-Fakes

Die Nähe zu Rechtsextremen und Identitären macht die Kickl-FPÖ zum Sicherheitsrisiko, stellt ÖVP-Klubchef Ernst Gödl fest. Foto: Screenshot FP-TV

Kickl-FPÖ bleibt wegen Rechtsextremismus ein Sicherheitsrisiko

Hinrichtungen im Iran rufen die Parlamentsparteien auf den Plan. Sie fordern einen sofortigen Stopp von Teheran. Foto: istock/BornaMir

Alle fünf Parlamentsparteien fordern Teheran zum Stopp der Hinrichtungen auf

Der neue Generalsekretär der ÖVP, Markus Gstöttner ruft in Sachen Wehrdienstreform die Opposition zum Schulterschluss auf. Foto: Jakob Glaser

Wehrdienstreform: Gstöttner mit Einladung an FPÖ und Grüne

Die ÖVP nimmt in Sachen Wehrdienstreform die FPÖ in die Pflicht. Foto: BMLV/Minich

„Farbe bekennen”: ÖVP nimmt FPÖ bei Wehrdienstreform in die Pflicht