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Karner ruft zum Start der Motorradsaison zu Kursen und Schulungen auf

Zum Start der Motorradsaison empfiehlt der Innenminister zu Schulungen. Foto: BMI/Karl Schober

Mit einem Lokalaugenschein in Niederösterreich haben Innenminister Gerhard Karner und Bundespolizeidirektor Michael Takács am Donnerstag die Motorradsaison 2025 eröffnet und zugleich ein klares Signal für mehr Verkehrssicherheit gesetzt. Im Mittelpunkt stand ein Spezialtraining zur sicheren Motorradführung, das gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Verkehrssicherheit und der Polizei durchgeführt wird.

Unfallzahlen durch Schulungen senken

„Die Frühlingszeit ist die Zeit, in der Motorräder wieder auf die Straßen kommen. Das bedeutet insbesondere für die Verkehrsabteilungen der Landespolizeidirektionen eine spürbare Mehrarbeit“, erklärte Karner bei der Veranstaltung in Markgrafneusiedl. Ziel des vorgestellten Kurses sei es, durch Schulung und gemeinsames Training die Unfallzahlen zu senken. „Beraten und trainieren, statt strafen und abmahnen – genau dafür eignet sich dieser Kurs hervorragend“, so Karner. Dennoch sei für „unverbesserliche und uneinsichtige Raser“ klar: „Sie werden konsequent aus dem Verkehr gezogen.“

Auch Bundespolizeidirektor Takács, selbst begeisterter Motorradfahrer, betonte die Notwendigkeit gezielter Vorbereitung auf die neue Saison. „Nach einer längeren Pause müssen Feinmotorik, Fahrgefühl und das sprichwörtliche ‚Eins werden mit dem Motorrad‘ erst wieder geübt und trainiert werden“, so Takács. Nur so könne die Leidenschaft fürs Motorradfahren sicher und verantwortungsvoll gelebt werden.

Kurse empfohlen

Im Fokus des Lokalaugenscheins stand auch der sogenannte MOT-Kurs, ein spezialisiertes Fahrsicherheitstraining für Polizistinnen und Polizisten. Neben theoretischem Wissen umfasst das Programm unter anderem Brems-, Ausweich- und Kurventechniken, Notmanöver, Trialfahrten und Einsatztrainings.

Laut Daten des Innenministeriums sind österreichweit rund 1.000 Polizeimotorradfahrerinnen und -fahrer mit rund 400 Einsatzmotorrädern im Dienst. Für gezielte Kontrollen – auch in Kurven – kommt das Geschwindigkeitsmessgerät „ES 8.0“ („Kurvenradar“) zum Einsatz.

Anstieg der Motorradunfälle

Die Unfallzahlen aus dem Vorjahr zeigen den Handlungsbedarf: Von Jänner bis September 2024 wurden rund 4.000 Motorradfahrerinnen und -fahrer verletzt – ein Anstieg von neun Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023. Insgesamt kamen im Jahr 2024 83 Menschen bei Motorradunfällen ums Leben.