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Wiederkehr kassiert weitere Kritik

Mit Ankündigung von Reformen löst Bildungsminister Christoph Wiederkehr einige Irritationen in der Koalitionsregierung aus. Foto: Jakob Glaser

Bildungsminister Christoph Wiederkehr hat einseitig Reformen an Schulen und Änderungen in Lehrplänen angekündigt. Die erste Folge sind erhebliche Proteste aus der Lehrerschaft und deutliche Irritationen in der Koalitionsregierung.

 

Literaturszene protestiert

Die Ankündigungen von Wiederkehr (Neos), etwa den Lateinunterricht zu kürzen, hat Proteste und Bedenken aus Kunst und Kultur, vor allem aus der Literaturszene ausgelöst. Tausende Personen unterzeichneten eine Protestnote auf meinaufstehen.at

Die nächste Ankündigung des Ministers, nämlich eine sechsjährige Volksschule in Wien zu versuchen, löste neuerlich Proteste aus Bildung und Kultur aus, aber auch Irritationen in der Koalitionsregierung.

 

Marchetti fordert „Substanz“

Online-Plattformen, etwa jene der Presse, zitieren ein APA-Interview mit dem Bildungssprecher der ÖVP, Generalsekretär Nico Marchetti. Er meinte, an Reformen werde die ÖVP nur dann mitarbeiten, wenn es „eine vernünftige Substanz gibt“.

Derzeit fehlt es, so Marchetti, an Unterlagen, Verhandlungsterminen und Befassung der Personalvertretung.

 

Aufforderung an Wiederkehr

Auf Versäumnisse des Ministers verweist der Bildungssprecher der ÖVP Niederösterreich, LAbg. Rene Lobner. Der Minister solle für das vereinbarte zweite Kindergartenjahr sorgen, Das Problem in der Elementarpädagogik seien jene Kinder, die beim Schuleinstieg kein Wort Deutsch sprechen.