News

Österreichs Interessen an der Adria

Die Staaten zwischen Schwarzem Meer und Adria kooperieren, unter anderem für unabhängige und sichere Energieversorgung. Österreich wurde bei der Konferenz in Dubrovnik (Kroatien) durch Bundeskanzler Christian Stocker vertreten. Fotos: Florian Schrötter

Österreichs Unternehmen benötigen – unter anderem – Zugänge sowie Beziehungen zu den Balkanstaaten und etwa zum bedeutsamen Adria-Hafen Koper in Slowenien. Genau darum geht es bei einem Treffen von 13 Staaten in Dubrovnik, zu dem Bundeskanzler Christian Stocker nach Kroatien reiste.

 

Bilaterale Gespräche

Auf Einladung von Kroatiens Ministerpräsident Andrej Plenković nahm Stocker am Dienstag am Gipfeltreffen der Drei-Meere-Initiative teil. Außerdem absolviert er eine Reihe bilateraler Gespräche, unter anderem mit Gastgeber Plenković, dem rumänischen Präsidenten Nicușor Dan sowie mit Alexandru Munteanu, dem Ministerpräsidenten der Republik Moldau.

Bundeskanzler Christian Stocker: Bilaterale Gespräche nach der Konferenz in Dubrovnik

Bundeskanzler Christian Stocker: Bilaterale Gespräche nach der Konferenz in Dubrovnik

Krisenfeste Ölversorgung für Österreich

Die Drei-Meere-Initiative – ein Zusammenschluss von 13 Staaten zwischen Ostsee, Adria und Schwarzem Meer – gewinnt seit dem russischen Angriff auf die Ukraine zunehmend an Bedeutung, auch und gerade für Österreich. Die Staaten wollen die Abhängigkeiten von Russland beenden, Lieferketten absichern und die Energieversorgung krisenfester machen. Neben den 13 Mitgliedern nahmen zahlreiche Partnerstaaten der Initiative am Gipfel teil, darunter auch die USA, vertreten durch US-Energieminister Chris Wright.

Anschlag bestätigt Kooperation

Die Gesprächen betrafen konkrete Projekte in der Infrastruktur, Energie und Innovation. Entlang der Adria sollen Energieverbindungen gestärkt und neue Kapazitäten geschaffen werden. Eine engere Abstimmung innerhalb Europas gilt als Schlüssel, um Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Die Drei-Meere-Initiative ist eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Initiativen auf EU-Ebene. Der jüngste Anschlag auf die Energieversorgung für die Transalpine Pipeline, die von Triest durch Österreich nordwärts führt, bestätigte die Notwendigkeit von Kooperation.

Die Staaten zwischen Schwarzem Meer und Adria kooperieren, unter anderem für unabhängige und sichere Energieversorgung. Österreich wurde bei der Konferenz in Dubrovnik (Kroatien) durch Bundeskanzler Christian Stocker vertreten. Fotos: Florian Schrötter
Die Staaten zwischen Schwarzem Meer und Adria kooperieren, unter anderem für unabhängige und sichere Energieversorgung. Österreich wurde bei der Konferenz in Dubrovnik (Kroatien) durch Bundeskanzler Christian Stocker vertreten. Fotos: Florian Schrötter
"Haft in der Heimat" soll in Zukunft möglich sein. Die Regierung schickt eine Gesetzesnovelle auf den parlamentarischen Weg. Foto: iStock/Elmar Gubisch

„Haft in der Heimat” als essenzieller Teil eines harten und gerechten Asylsystems

Die neue Spritpreisbremse gilt für Oktober und November. Foto: Pixabay / Andreas

Neue Spritpreisbremse gegen Trumpflation

Mit der Novelle der UVP-Verfahren sollen Genehmigungsverfahren in Österreich einfacher, planbarer und schneller werden. Foto: iStock/Fahroni

UVP-Verfahren sollen schneller werden

Der Koralmtunnel ist eine typische Hochleistungsstrecke der Eisenbahn. Die Bürokratie für deren Bau und Erweiterung wird nun vereinfacht, indem die Prüfung der Umweltverträglichkeit von zwei auf ein Verfahren zusammengelegt wird. Foto: ÖBB / Harald Eisenberger

Entrümpelung der Umweltverfahren eröffnet

So geht Klimaschutz mit der Wirtschaft: In den Niederlanden startet Yara die Speicherung von Kohlenstoffdioxid in Norwegen. In Österreich soll das Speicherverbot jetzt fallen, kündigen Bundeskanzler Christian Stocker und Umweltminister Norbert Totschnig an. Foto: IMAGO / Ole Berg-Ruster, NTB

Für das Klima soll Speicherverbot fallen

Schickte am Freitag den Entwurf für das neue Klimagesetz in Begutachtung: Klima- und Umweltminister Norbert Totschnig. Foto: BMLUK/Hemerka

Klimagesetz auf Schiene: Totschnig verbindet Klimaschutz mit Wachstum und Arbeitsplätzen