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Ohne Verlängerung droht Knappheit an Zivildienern
Ohne Verlängerung des Zivildienstes werden in wenigen Jahren Tausende an Zivildienern fehlen, sagt die zuständige Bundesministerin Claudia Bauer.
Zivildienst nutzt 1.500 Organisationen
Der Zivildienst ist zudem bedeutsam für Ehrenamt und den Nachwuchs in sozialen, caritativen und humanitären Einrichtungen, erklärte Bauer: 70 Prozent der Zivildiener bleiben ehrenamtlich oder später hauptberuflich ihren Zivildiensteinrichtungen erhalten.
Mit Stichtag 1. Juli waren rund 8.000 jungen Männer im Dienst. Damit wird der gemeldete Bedarf an Zivildienern zu 87 Prozent gedeckt. Das wird für die 1.500 Zivildiensteinrichtungen mit ihren 3.000 Einsatzstellen vorerst so bleiben.
Das heißt aber, so Bauer, im Klartext: Österreich braucht einen starken Grundwehrdienst und einen starken Zivildienst, jedoch mit Verlängerung.
Verlängerung erforderlich
Allerdings: Die helfenden Hände werden uns ausgehen. „Mit Blick auf die Geburtenrate können wir schon heute sagen, wie viele Stellungspflichtige es in 18 Jahren geben wird. Es ist davon auszugehen, dass uns 2040 jährlich 4.000 Zivildiener fehlen werden, wenn der Zivildienst nicht verlängert wird.“
Claudia Bauer dazu wörtlich: „Der Zivildienst gehört verlängert, weil wir Zivildiener brauchen, nicht damit mehr Männer zum Grundwehrdienst gehen.“
Das größte und beliebteste Einsatzgebiet ist und bleibt das Rettungswesen. Rund 41 % der Zivildiener werden und wurden im ersten Halbjahr im Rettungswesen zugewiesen, 25 % in der Sozial- und Behindertenhilfe, 13 % bei der Altenbetreuung und rund 10 % in Krankenanstalten.
Der Zivildienst ist und bleibt eine tragende Säule im Sozial- und Gesundheitssystem, so Bauer. Dessen Verlängerung sei erforderlich. Darauf hatte auch schon die Allianz für den Zivildienst hingewiesen.
Rotes Kreuz ersucht um Blutspenden
Die Präsentation der aktuellen Zahlen erfolgte in der Blutspendezentrale des Roten Kreuzes in Wien, um das Erfordernis weiterer Blutspenden aufmerksam zu machen. So berichtete Peter Kaiser, stellvertretender Generalsekretär des Roten Kreuzes, derzeit werde alle 90 Sekunden eine Blutkonserve benötigt. Das sind rund 1.000 Konserven pro Tag. Allerdings würden nur 4 von 100 Personen im spendenfähigen Alter von 18 bis 70 Jahren Blut spenden. Kaiser: „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, das zu ändern.“





