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Neue Strategie für Jobs in der Industrie
Mit einer neuen Strategie will Österreich seine Industriejobs halten, auch gegen die stärker werdende Konkurrenz aus China. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer präsentierte dafür ein Konzept mit vier Punkten.
Nächster Punkt der Industriestrategie
Mit „Made in Europe and Partner Countries“ setzen Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer und Infrastrukturminister Peter Hanke den nächsten Schwerpunkt der Industriestrategie 2035 um: Die enorme Marktmacht der öffentlichen Hand soll stärker für den Standort genutzt werden: Rund 67 Milliarden Euro gibt die öffentliche Hand in Österreich jährlich für Produkte und Dienstleistungen aus. Dieses Geld soll künftig gezielter dazu beitragen, Wertschöpfung, Produktion, Arbeitsplätze und Versorgungssicherheit in Österreich und Europa zu stärken.
Und dafür sind vier Ansätze vorgesehen, die in einer Pressekonferenz präsentiert wurden.

Klaus Friesenbichler (WIFO) und Wolfgang Hattmannsdorfer: Öffentliche Beschaffung nutzen
Öffentliche Beschaffung strategischer nutzen
Ministerien, öffentliche Auftraggeber und staatsnahe Unternehmen sollen bei großen Vergaben künftig die europäische Wertschöpfung, die Versorgungssicherheit sowie Klein- und Mittelbetriebe stärker berücksichtigen. Große Bundesbeteiligungen sollen sich dazu in einer „Made in Europe Declaration“ bekennen. Bis Jahresende soll ein Aktionsplan für strategische öffentliche Beschaffung vorliegen.
Förderungen stärker für europäische Produktion einsetzen
Wer öffentliche Förderungen erhält, soll damit Forschung, Technologie und Produktionskapazitäten in Österreich und Europa stärken. Erste Beispiele sind der Europa-Bonus für Photovoltaik und Förderungen für Pilotanlagen in Schlüsseltechnologien.
Bestbieter statt billigster Einkauf
Das Bundesvergaberecht soll neben dem Anschaffungspreis stärker Lebenszykluskosten, Qualität, Innovation und Versorgungssicherheit berücksichtigen. Ein Einkauf außerhalb Europas muss begründet werden. Die Aufteilung auf mehrere kleiner Aufträge soll kleinen und mittleren Unternehmen bessere Chancen bieten.
Europas Marktmacht nutzen
Österreich will sich auf EU-Ebene für strengere Regeln gegen Dumping und unfaire Subventionen sowie für einen europäischen Vergaberahmen einsetzen, der Qualität, Lebenszykluskosten und europäische Wertschöpfung stärker berücksichtigt. Damit sollen auch neue europäische Leitmärkte für Zukunftstechnologien wie Energiespeicher, CO₂-arme Baustoffe oder digitale Technologien entstehen.





