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Lehrerinnen erhalten Training wegen religiös motivierter Konflikte
Lehrerinnen und Lehrer erhalten Unterstützung für die Bewältigung von religiös motivierten Konflikten. Dies kündigte Integrationsministerin Claudia Bauer nach einem Runden Tisch zur Ehrkultur unmittelbar vor Schulbeginn und dem dann geltenden Kopftuchverbot an.
Berichte der Lehrer belegen Handlungsbedarf
Zur Einleitung ihre Statements im Bundeskanzleramt zitierte Bauer aus den präsentierten Berichten von Lehrerinnen und Lehrern: Manche liberale muslimische Jugendliche werden von Mitschülern unter Druck gesetzt. Manche Schüler wünschen negative Noten, um an der Schule bleiben zu können. Teils mussten eigene Klassen für straffällig gewordene Jugendliche geschaffen werden, um die anderen vor ihnen zu schützen.
Claudia Bauer dazu: „Wir haben hier dringenden Handlungsbedarf“.
Neue Unterstützung, online und in Seminaren
Die Pädagoginnen und Pädagogen sollen – über den Dank für ihre Tätigkeit hinaus – weitere Unterstützung erhalten, sagte Bauer: „Lehrkräfte brauchen klare Handlungsmöglichkeiten und unsere Rückendeckung, wenn es um ehrkulturellen Druck geht, wenn es um problematische Geschlechterbilder geht, wenn es um religiös begründete Konflikte geht, wenn einzelne Schüler Druck auf ihre Mitschülerinnen und Mitschülerinnen ausüben.“
Die Konsequenz der Ministerin: Der Integrationsfonds wird beauftragt, mit Emina Saric und weiteren Expertinnen und Experten Workshops und Seminare ins Leben zu rufen, die sich diesen Themen widmen. Leitlinien und Empfehlungen sollen online zur Verfügung gestellt und in Präsenz vermitteln werden. Und zwar „für ganz Österreich, weil die Probleme nicht mehr nur auf einzelne Landeshauptstädte begrenzt sind“, wie Bauer erläuterte.





