Zwischen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und dem Bundesheer besteht bereits eine über 40-jährige Zusammenarbeit. Insbesondere im Bereich der Forschung von Militärhunden und Tragtieren sowie der Lebensmitteltechnologie konnten viele Projekte gemeinsam umgesetzt werden. Foto: HBF/Carina Karlovits

Das Bundesheer und die Veterinärmedizinische Universität Wien haben nun auch formal die Weichen für eine zukünftige Kooperation gestellt. Bereits seit Jahrzehnten herrscht ein intensiver Austausch zwischen den Institutionen. Diese Zusammenarbeit wurde von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Petra Winter in einem Vertrag verschriftlicht. 

 

Kooperation betrifft Militärtiere, Lebensmitteltechnologie und Forschungsarbeit

Ministerin Tanner und Rektorin Winter unterzeichneten vergangenen Donnerstag einen Kooperationsvertrag zwischen dem Bundesheer und der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Damit soll die engere Zusammenarbeit der Institutionen forciert werden. Eine Zusammenarbeit besteht bereits seit über 40 Jahren und wurde somit nur formalisiert und intensiviert.

 

Kooperation zwischen Bundesheer und der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und die Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Petra Winter unterzeichnen einen Kooperationsvertrag zur engeren Zusammenarbeit. Foto: HBF/Carina Karlovits

Kooperation zwischen Bundesheer und der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und die Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Petra Winter unterzeichnen einen Kooperationsvertrag zur engeren Zusammenarbeit. Foto: HBF/Carina Karlovits

 

„Die Zusammenarbeit zwischen dem Österreichischen Bundesheer und der Veterinärmedizinischen Universität Wien besteht mittlerweile seit mehr als 40 Jahren. Durch die langjährige Kooperation mit verschiedenen Instituten und Universitätskliniken haben wir direkten Zugang zu den neusten Erkenntnissen in der Tiermedizin. Der Wissenstransfer hat sich seit vielen Jahren bewährt und wird auch in Zukunft von hoher Bedeutung für beide Institutionen sein“, erklärte Tanner bei einer Pressekonferenz.

Die Forschungsarbeit profitiere vom Austausch der Experten, die sich mit besonderen tierspezifischen und mikrobiologischen Aufgabenstellungen auseinandersetze. Beispiele dafür sind Projekte, die die Pferdegesundheit betreffen, Forschungen über die genetische Vielfalt bei Milzbranderregern und vektorübertragenen Erkrankungen bei Militärhunden.

Ein weiterer wichtiger Bereich für die Zusammenarbeit ist die Lebensmitteltechnologie. Vielen ist nicht bekannt, dass das Bundesheer Betreiber von Verpflegungseinrichtungen in ganz Österreich ist. Aus diesem Grund strebt man hier eine wissenschaftliche Zusammenarbeit zu dem Themenbereich „Das Heer isst regional“ an.

 

Vernetzung bei der Aus- und Weiterbildung

Mit gemeinsamen Lehrveranstaltungen, Exkursionen und Veranstaltungen möchten die Institutionen Nachwuchs gewinnen und mögliche Karrierewege im Bundesheer eröffnen. Zum Beispiel erhalten Studenten der Vetmed die Möglichkeiten an Workshops des Bundesheeres, wie etwa „Zahnmedizin beim Pferd“ und „Hufpflege und Hufbeschlag“ teilzunehmen. Die Teilnahme wird dem Studium gut gerechnet und zählt als Lehrveranstaltung.

„Ich freue mich sehr, dass wir unsere Kooperation mit dem Österreichischen Bundesheer heute auf eine neue Stufe heben konnten. Diese Zusammenarbeit schafft einen bedeutenden Mehrwert in Forschung und Lehre, der vor allem bei Themen wie Zoonosen letztlich der gesamten Gesellschaft zugutekommt,“ so Petra Winter, Rektorin der Vetmeduni.

Das Bundesheer hat bei den Österreichern in den letzten Monaten an Vertrauen gewonnen. Das zeigt der kürzlich veröffentlichte APA/OGM Vertrauensindexzur Sache berichtete bereits.

Zwischen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und dem Bundesheer besteht bereits eine über 40-jährige Zusammenarbeit. Insbesondere im Bereich der Forschung von Militärhunden und Tragtieren sowie der Lebensmitteltechnologie konnten viele Projekte gemeinsam umgesetzt werden. Foto: HBF/Carina Karlovits
Zwischen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und dem Bundesheer besteht bereits eine über 40-jährige Zusammenarbeit. Insbesondere im Bereich der Forschung von Militärhunden und Tragtieren sowie der Lebensmitteltechnologie konnten viele Projekte gemeinsam umgesetzt werden. Foto: HBF/Carina Karlovits

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