„Musste um Leben kämpfen“ – FPÖ-Funktionär unterstützt Impfaufruf

Will sich in 6 Monaten impfen lassen: FPÖ-Funktionär Michael Wagner - Fotos: FPÖ; iStock.com/ Morsa Images
Will sich in 6 Monaten impfen lassen: FPÖ-Funktionär Michael Wagner - Fotos: FPÖ; iStock.com/ Morsa Images

„Passt auf euch auf“, warnte am Sonntag der FPÖ-Steiermark Funktionär Michael Wagner mit einem emotionalen Facebook-Posting. Der Grund dafür: Wagner ist schwer an Corona erkrankt und musste auf der Intensivstation um sein Leben kämpfen. Nun schließt er sich dem Impfaufruf an und erklärt, dass er sich „ganz bestimmt impfen lasse“, wie die Kronen Zeitung berichtete.

 

„Dachte, es kann mich nicht treffen“

Das Facebook-Posting des FPÖ-Funktionärs aus der Steiermark hat es in sich: Michael Wagner ist schwer an Corona erkrankt. Künstlicher Tiefschlaf und künstliche Beatmung konnten dem FPÖ-Funktionär das Leben retten. Nun schilderte er via Facebook seine Erlebnisse mit der Corona-Erkrankung und warnt: „Passt auf euch auf“.

Rückblick: Noch vor gut einem Jahr scherzte er gemeinsam mit Kollegen über das Corona-Virus. Dabei produzierte er sogar ein Mini-Computerspiel, dass die COVID19-Krankheit verharmlost.

Nun, gut 12 Monate später, zeigt sich Wagner geläutert. Wie die Krone berichtete, erklärte Wagner in seinem emotionalen Posting, dass er auch immer dachte, dass das Corona-Virus ihn mit jungen 28 Jahren „nicht treffen“ könne. Daher sei er „leichtfertig damit umgegangen“.

 

„Covid ist beinhart“

Dass sich Wagner mit seiner Annahme, dass ihn Corona nicht treffen könnte, verspekuliert hat, gab er via Facebook zu. „Beinhart“ könne das Virus sein und auch junge Menschen wie ihn „aus der Bahn werfen“.

Der junge FPÖ-Funktionär zeigte sich in seinem Posting reumütig und erklärte: „Ich gelte jetzt als genesen, werde aber auf jeden Fall in sechs Monaten zur Impfung gehen“. Denn für ihn sei klar: „Nochmals will ich das nicht erleben“.

Damit zeigt sich der FPÖler aus der Steiermark ob der möglichen schlimmen Folgen einer Corona-Erkrankung einsichtig. Ganz im Gegensatz zu seine Bundesparteiobmann Herbert Kickl, der trotz eigener Covid-Erkrankung nach wie vor über das Virus und gegen das Impfen polemisiert.

 

Fotos: Parlamentsdirektion/ Johannes Zinner; iStock.com/ Morsa Images

August Wöginger erneuert seinen Impfappell: Die Impfung „sei der Schlüssel aus der Pandemie“ – Fotos: Parlamentsdirektion/ Johannes Zinner; iStock.com/ Morsa Images

 

Impfung als „Schlüssel aus Pandemie“

Die Zahlen aus Österreichs Intensivstationen beweisen: Die Corona-Impfung schützt vor einem schweren Krankheitsverlauf. Dreiviertel der COVID-Intensivpatienten (09.11.) sind nicht oder nur unvollständig geimpft. Die nun „zu treffenden Maßnahmen wären bei einer höheren Impfbereitschaft vermeidbar gewesen“, erklärte dazu der 1. Stv. Klubobmann der Volkspartei, August Wöginger.

Diese Zahlen zeigen auch, dass „alleine die Impfung der Schlüssel aus der Corona-Krise“ so Wöginger, der dabei seinen Impfappell erneuert. So gelte es die Impfbereitschaft und Impffrequenz“ weiter „massiv zu steigern“. Eine Impfung sei daher „im Sinne der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung sei“ und das gelte selbstverständlich „vom ersten bis zum dritten Stich“.