Studie zeigt: Oberösterreich hat Krise besser gemeistert als ähnliche europäische Regionen

Landstraße in Linz. Foto: iStock/ StockImages_AT
Landstraße in Linz. Foto: iStock/ StockImages_AT

Oberösterreich kam besser durch die Corona-Krise als vergleichbare Regionen in Europa. Das zeigt eine aktuelle Studie des Schweizer Wirtschaftsforschungsinstituts BAK Economics AG. Die Studie untersuchte die Regionen nach der Strenge der getroffenen Maßnahmen, wie empfindlich die Wirtschaft der jeweiligen Region für die Maßnahmen war und wie viele Jobs durch Corona in Gefahr waren. Die Studie betrachtete auch Tirol und Vorarlberg, die ebenfalls überdurchschnittlich gut abschnitten.

 

Der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer, der die Studienergebnisse mitpräsentierte, sah sich in der Corona-Politik mit „mildem Lockdown und rascher Hilfe“ bestätigt. „Die Untersuchung zeigt, dass Oberösterreich im Vergleich zu anderen europäischen Regionen überdurchschnittlich krisenresistent ist“, fasste Stelzer zusammen.

 

Weniger strenge Maßnahmen, weniger empfindlich für die Krise

Als eine der Grundlagen der Studie wurden die vor Ort getroffenen Maßnahmen untersucht. Hier setzten Oberösterreich, wie auch Tirol und Vorarlberg im Vergleich mit den anderen Regionen weniger strenge Maßnahmen, außerdem wurde die Reisefreiheit weniger eingeschränkt als in anderen Regionen.

 

Vergleichsweise sichere Arbeitsplätze

Dazu erklärte der Oberösterreichische Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner: „Vor allem Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor waren durch die Kontaktbeschränkungen von der Krise betroffen. 57 Prozent der Beschäftigten arbeiten im westeuropäischen Durchschnitt in diesen Branchen. In Oberösterreich sind es nur 48 %. Daher ist der Anteil der bedrohten Arbeitsplätze in unserem Bundesland der geringste, gemeinsam mit der Region Südosttschechien“ Auch bei Betrachtung der Arbeitsplätze, die in den Regionen durch die Corona-Maßnahmen bedroht wurden, zeigte sich Oberösterreich im Spitzenfeld, wonach verhältnismäßig wenige Arbeitsplätze in Oberösterreich durch Corona gefährdet sind.

 

„Wirtschaftsstruktur Oberösterreichs erweist sich als überdurchschnittlich krisenresistent“

„Die Wirtschaftsstruktur Oberösterreichs erweist sich als überdurchschnittlich krisenresistent. Auch der Anteil der gefährdeten Arbeitsplätze, also jene in besonders betroffenen Branchen oder in Kleinstunternehmen, ist in Oberösterreich unterdurchschnittlich“, zog die Studienautorin Dr. Andrea Wagner als Fazit.

Die Studie, die von der Standortagentur Business Upper Austria in Auftrag gegeben wurde, betrachtete neben Oberösterreich 14 europäische Industrieregionen ähnlicher Größe: Tirol, Vorarlberg, Südosttschechien, Ostschweiz, Rhône-Alpes, Westschweden, Nordbrabant, Slowakei, Mittlerer Oberrhein, Oberbayern, Baskenland, Piemont, Ostflandern und Leicester und Northampton.