Wahrheit statt anpatzen #4 – Wien zahlt die meisten Inserate

Grafik: Zur-Sache, Foto: iStock / Mitrija
Grafik: Zur-Sache, Foto: iStock / Mitrija

Derzeit wird die Inseratenvergabe von ÖVP-geführten Ministerien kritisiert. Die SPÖ behauptet, man solle diese genau unter die Lupe nehmen. Ein Blick in die Realität zeigt: Die SPÖ-geführte Regierung Wiens gibt um ein vielfaches mehr für Inserate aus, als die Bundesregierung. 

 

Die SPÖ-regierte Stadt Wien war 2016 der größte öffentliche Inseratengeber. Inklusive all ihrer Beteiligungen flossen 35 Millionen Euro im Rahmen von Inseraten und Werbeschaltungen an Medien. Ohne den gemeindeeigenen Unternehmen kommt Wien auf Kosten in Höhe von 22,8 Millionen Euro. Die Bundesregierung gab im selben Jahr 19 Millionen Euro für Inserate aus.

2016 lagen die Ausgaben des Bundes für Inserate bei 2,18 € pro Kopf. Bei der Stadt Wien waren es 19,0 €. Also fast das Neunfache des Bundes gab die Stadt Wien pro Einwohner für Inserate aus.

 

Über 70% der Inseratenkosten aller Bundesländer stammten 2016 von der Stadt Wien. Dieses ungleiche Verhältnis rechtfertigt auch Wiens Einwohneranzahl nicht: Nur 21,5 % der Gesamtbevölkerung Österreichs lebt in Wien. Grafik: zursache.at

Über 70% der Inseratenkosten aller Bundesländer stammten 2016 von der Stadt Wien. Dieses ungleiche Verhältnis rechtfertigt auch Wiens Einwohneranzahl nicht: Nur 21,5 % der Gesamtbevölkerung Österreichs lebt in Wien. Grafik: zursache.at

 

Diese Verhältnisse bleiben aber kein Phänomen aus dem Jahr 2016. Auch aktuellste Zahlen zeigen, dass Wien mehr als doppelt so viel für Inserate ausgibt als alle anderen Bundesländer zusammen. Im Corona-Jahr 2020 gab die Stadt Wien pro Kopf mehr als doppelt so viel für Inserate aus, als die Bundesregierung.