Europa- & Aussenpolitik

Generation Corona holt verlorene Jahre nach

Staatssekretärin Claudia Plakolm betont die Wichtigkeit von Zusammenhalt in der europäischen Union und ruft zur Einreichung von Projekten für den Jugendpreis 2022 auf. Foto: BKA/ Arno Melicharek

Europa steht 2022 ganz im Zeichen der Jugend: Von der Europäischen Kommission wurde das „Europäische Jahr der Jugend“ ausgerufen. Dazu wurden vier Ziele definiert, für deren Umsetzung jeder Mitgliedstaat und die Institutionen der EU zuständig sind. Um Jugendliche beim Entdecken von Europa wirksam zu unterstützen, erstellte die EU außerdem geförderte Angebote für Reisen, Arbeiten oder Studieren im EU-Raum an. 

 

Ziele für die Jugend

Jugendliche haben während der Pandemie gelitten und mussten auf Vieles verzichten. Dies belegt unter anderem eine Studie des Instituts für Jugendkultur. Darum stehen Angebote an die Jugend dieses Jahr an oberster Stelle der Agenda, auch der Europäischen Kommission. Ob reisen, arbeiten oder studieren – die Möglichkeiten für Jugendliche Europa zu entdecken, sind grenzenlos. Außerdem profitieren junge Menschen von den Erlebnissen im Ausland ein Leben lang. Einerseits können Erfahrungen und Kontakte gesammelt, andererseits die Sprachkenntnisse verbessert werden.

Dazu stehen mehrere, von der EU-geförderte Programme, zur Verfügung, etwa:

  • Erasmus+ Programme,
  • eine Freiwilligentätigkeit im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps,
  • Schul- und Jugendaustausch
  • oder Praktika bei der EU.

Alle Angebote sind auf dem Europäischen Jugendportal zu finden.

Konkret sind für das europäische Jahr der Jugend vier Ziele definiert worden:

  • Neue Perspektiven und Chancen im ökologischen und digitalen Bereich aufzeigen.
  • Förderung von Partizipation und Engagement bei jungen Menschen.
  • Aufzeigen der beruflichen Möglichkeiten durch EU-Programme und -Projekte.
  • Berücksichtigung der Jugendperspektive in allen Politikbereichen der europäischen Union.
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Staatssekretärin Claudia Plakolm reiste nach Luxemburg zum Rat der EU Jugendminister. Foto: BKA/Arno Melicharek

„Europa ist für junge Menschen so selbstverständlich, wie das Handy in der Hosentasche. Wir sind genauso selbstverständlich Europäer, wie wir Österreicher sind. Und genauso selbstverständlich wollen wir mitgestalten“, so Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm zum europäischen Jahr der Jugend. Sie betont außerdem, wie der Angriffskrieg auf die Ukraine uns schmerzlich vor Augen führt, wie fragil Frieden sein kann und wie wichtig Zusammenhalt in Zeiten wie diesen ist.

 

Österreichischer Jugendpreis 2022

Dieses Jahr wird zum siebenten Mal der österreichische Preis der Jugend verliehen. Dazu kann man ab sofort bis 31. August Projekte online hier einreichen. Ausgezeichnet werden Initiativen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit sowie „journalistische Leistungen im Interesse der Jugend“. Teilnehmen können sowohl ehren- als auch hauptamtliche Personen und Journalisten.

Besonders während der Corona-Krise haben die Fachkräfte und Einrichtungen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit außergewöhnliche Arbeit geleistet. Claudia Plakolm dazu: „Ich bin überwältigt von den vielfältigen und niederschwelligen Angeboten, Aktivitäten und Unterstützungsleistungen für junge Menschen in Krisenzeiten“.

Mit dem Jugendpreis sollen die Wichtigkeit des Engagements für junge Menschen unterstrichen werden und ein Zeichen der Anerkennung gesetzt werden. Projekte kann man in folgenden Kategorien einreichen:

  • Nationale Jugendarbeit
  • Eure Projekte
  • Europäische Initiativen
  • Journalistische Leistungen im Interesse der Jugend und europäisches Jahr der Jugend.

In einem weiteren Verfahren werden die eingereichten Initiativen von einer Fachjury bewertet und am Ende des Jahres 2022 von Staatssekretärin Plakolm ausgezeichnet.