Europa- & Aussenpolitik

Österreich mit EU an der Seite der Ukraine

Das Krisenkabinett tagt in Wien: Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine verschärft sich weiter. Foto: Bka/Tadic

Die Zeichen im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine stehen auf Konfrontation, erklärte Bundeskanzler Karl Nehammer am Dienstag nach der zweiten von ihm einberufenen Sitzung des Krisenkabinetts. Österreich werde sich an den von der EU geplanten Sanktionen beteiligen, ein Beschluss der EU war noch für Dienstag geplant.

 

Russland in Widerspruch zu Völkerrecht

Die Anerkennung der Unabhängigkeit der ukrainischen Landesteile Luhansk und Donezk durch Russlands Präsident Wladimir Putin stehe in Widerspruch zum Völkerrecht, sagte Nehammer. Ebenso der Umstand, dass Putin russische Truppen dorthin entsandt habe. Allerdings sei damit die Spitze der russischen Eskalation noch nicht erreicht.

 

Stufenplan der EU für Sanktionen

Die Europäische Kommission hat ein Bündel harter Sanktionen gegen Russland vorgeschlagen. Dieses betrifft vor allem den Wirtschafts- und den Finanzsektor. Der Handel mit russischen Staatsanleihen könnte verboten werden, einige russische Unternehmen könnten auf der Sanktionsliste landen. Die Regelungen für freien Handel sollten nicht mehr für die Ostukraine gelten. Die Konsequenzen: Personen und Unternehmen, die auf der Sanktionsliste genannt werden, können mit EU-Staaten keine Geschäfte tätigen oder in die EU einreisen. Zugleich hat die EU weitere Sanktionen in Vorbereitung. Diese betreffen dann die Sektoren Energie und Technologie.

 

Energieversorgung für Österreich sicher

Die Europäische Union sei jedenfalls einig und treffe einstimmige Entscheidungen über die Sanktionen. Auch Österreich trage diese Sanktionen mit. Meldungen, Österreich bremse, seien „Gerüchte und Desinformation“. Die Lage in und für Österreich sei trotz der Nähe zur Ukraine sicher, auch die Versorgung mit Energie.

Selbst wenn die befürchtete Eskalation eintreten sollte, rechne Österreich zwar nicht mit einer das Land direkt betreffenden Welle an Flüchtlingen, werde allerdings für Nachbarschaftshilfe zur Verfügung stehen.

 

Das Krisenkabinett tagt in Wien: Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine verschärft sich weiter. Foto: Bka/Tadic
Das Krisenkabinett tagt in Wien: Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine verschärft sich weiter. Foto: Bka/Tadic
So geht Klimaschutz mit der Wirtschaft: In den Niederlanden startet Yara die Speicherung von Kohlenstoffdioxid in Norwegen. In Österreich soll das Speicherverbot jetzt fallen, kündigen Bundeskanzler Christian Stocker und Umweltminister Norbert Totschnig an. Foto: IMAGO / Ole Berg-Ruster, NTB

Für das Klima soll Speicherverbot fallen

Schickte am Freitag den Entwurf für das neue Klimagesetz in Begutachtung: Klima- und Umweltminister Norbert Totschnig. Foto: BMLUK/Hemerka

Klimagesetz auf Schiene: Totschnig verbindet Klimaschutz mit Wachstum und Arbeitsplätzen

Um gegen möglicherweise steigende Energiepreise vorzusorgen, hat die Bundesregierung ein Paket für den Standort beschlossen: Förderungen für Unternehmen und Preisdeckel bei Strom für Haushalte Foto: APG

Förderung und Deckel gegen steigende Energiepreise

Österreich soll bei der Konjunktur an Sicherheitsgütern mit dabei sein, erklärt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer anlässlich eines Besuches mit Bundeskanzler Christian Stocker bei Rheinmetall in Wien. Foto: Bka

Österreich will bei Konjunktur für Sicherheitsgüter dabei sein

Die Regierung hat den Fahrplan und die Elemente des Klimagesetzes festgelegt. Zum Wochenauftakt debattiert der Nationalrat dazu in einer Sondersitzung. Foto: Bernadette Sattler-Remling

Weg zum Klimagesetz fixiert

Ein Umweltpaket schickt die Bundesregierung nun in Begutachtung, gab Bundeskanzler Christian Stocker - mit Vizekanzler Andreas Babler und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger - unter großem Medieninteresse bekannt. Foto: Jakob Glaser

Umweltpaket bestückt und abgesandt