Roaming in der EU bleibt gratis

Für weitere 10 Jahre wird Handy-Roaming in der EU gratis sein. Ab 1. Juli tritt die neue Roaming-Verordnung in Kraft. Foto: iStock / artJazz
Für weitere 10 Jahre wird Handy-Roaming in der EU gratis sein. Ab 1. Juli tritt die neue Roaming-Verordnung in Kraft. Foto: iStock / artJazz

Rechtzeitig zur Reisezeit tritt die neue Roaming-Verordnung der EU in Kraft. Zusätzlich zur Unentgeltlichkeit des Roaming soll heuer die Verbindungsqualität beim Surfen, Streamen und in der Videotelefonie erhöht werden.

 

10 weitere Jahre gratis Roaming

Angelika Winzig, ÖVP-Delegationsleiterin im Europaparlament und dessen Chefverhandlerin für die Verordnung, zeigt sich erfreut über die neue Regelung: „Wir haben es auch geschafft, bei ‘Roam like at Home’ deutliche Verbesserungen zu erzielen. Die Verbindungsqualität wird besser, weil die Geschwindigkeit der Datenübertragung im EU-Ausland nicht mehr gedrosselt werden darf, wie das bisher häufig der Fall war. Verzögerungen und Geduldsproben beim Surfen, Streamen von Filmen und bei Videotelefonaten haben damit ein Ende. Es ist ein spürbarer Erfolg für die Bürgerinnen und Bürger, dass wir die Gratis-Roaming-Erfolgsgeschichte noch besser fortschreiben.“

 

Überprüfung der Preisaufschläge

Zusätzlich wurde die EU-Kommission beauftragt, die Preisaufschläge für Telefonate vom Wohnort ins EU-Ausland zu prüfen und möglichst abzuschaffen. „Niemand versteht, dass ich für ein Telefonat von Linz nach Passau bis zu 19 Cent Aufschlag pro Minute zahlen muss, wenn ich aber von Passau nach Linz anrufe, keine zusätzlichen Kosten verrechnet werden”, so Winzig.

 

Briten zahlen nach Brexit

„Mit der neuen Roaming-Verordnung bewahren wir die Bürgerinnen und Bürger vor einem Rückfall in die Zeiten vor dem EU-Gratis-Roaming, mit dem wir horrende Telefonrechnungen nach dem Urlaub und anderen Reisen in Europa vor fünf Jahren verbannt hatten. So vermeiden wir neuerliche Preissteigerungen beim Handytelefonieren und Internetsurfen, wie sie zum Beispiel die Bürgerinnen und Bürger Großbritanniens nach dem Brexit treffen”, schließt Winzig.

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