Cell Broadcast Warnsystem – schnell gewarnt vor Katastrophen

Das Cell Broadcast Warnsystem soll eine weitere Stütze sein um die Bevölkerung vor Katastrophen warnen. Staatssekretär Florian Tursky betont angesichts der vergangenen Katastrophen die Notwendigkeit eines schnellen und guten Systems. Foto: BKA / Andy Wenzel
Das Cell Broadcast Warnsystem soll eine weitere Stütze sein um die Bevölkerung vor Katastrophen warnen. Staatssekretär Florian Tursky betont angesichts der vergangenen Katastrophen die Notwendigkeit eines schnellen und guten Systems. Foto: BKA / Andy Wenzel

Mit dem Cell Broadcast wird neben den bestehenden Warnsystemen ein neuer Kanal zur Warnung vor Naturkatastrophen geschaffen. Die dazugehörige Verordnung ging nun in die Begutachtungsphase. Staatssekretär Florian Tursky sieht gerade angesichts der vergangenen Katastrophen eine Notwendigkeit diese Warnsysteme auf feste Beine zu stellen.

 

Neue Infrastruktur – weg von SMS

Das Thema Public Warning System ist für den Staatssekretär für Digitalisierung, Florian Tursky, ein klarer Fokus seiner Amtszeit. Man müsse auch hier mit der Zeit gehen und ein System auf Smartphones aufbauen. Cell Broadcast ist ein weiterer Warnkanal, der als Ergänzung der bestehenden Systeme in besonderen Einzelfällen gedacht ist.

„Mittlerweile besitzen fast 90 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher ein Smartphone – unser täglicher Begleiter. Es ist naheliegend, dass Warnungen auch über dieses erfolgen. Besonders die letzten Wochen haben gezeigt, wie wichtig und notwendig eine schnelle und einfache Information an die Menschen ist. Ich bin sehr froh, dass es gelungen ist mit der Verordnung in Begutachtung zu gehen“, so Tursky.

Um auf ein neues System umzustellen, braucht es eine neue Schnittstelle zwischen den warnenden Behörden und den Mobilfunkanbietern. Die Grundlage dafür soll die Verordnung nun schaffen. Der Aufbau des Cell Broadcast Warnsystems erfordert daher auch die Errichtung einer eigenen Infrastruktur bei den Mobilfunkbetreibern und bei den behördlichen Stellen, die Warnungen auslösen können, das werden die neun Landeswarnzentralen und das BMI sein.

 

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System noch 2022 aufbauen

Starten soll der gesamte Aufbau schon im zweiten Halbjahr 2022. Die Geschwindigkeit des Aufbaus hängt allerdings zu einem großen Teil an den Mobilfunkanbietern, denn diese müssten ihre Systeme umstellen. Es bedurfte hier einer sehr zeitintensiven Abstimmung zwischen den neun Bundesländern, dem BMI, der RTR und den drei Mobilfunkanbietern.

Derzeit arbeitet das BMI an der Herstellung der hausinternen Infrastruktur um die Warnungen über das Cell Broadcast System auszulösen. Erste Tests können stattfinden, sobald auch die Mobilfunkanbieter ihre Systeme ausbauen.

Österreich verfügt bereits jetzt über verschiedene effiziente Warnsysteme, insbesondere über ein flächendeckendes Sirenenwarnsystem und die App Katwarn (mit über 101.100 App-Usern und rund 6.400 SMS-Nutzern).

 

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