Nach einer harten Wintersaison gewinnt der Tourismus wieder an Fahrt. Der Ausblick auf den Sommer ist optimistisch. Foto: istock / Vera_Petrunina

Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler zog Bilanz über die Wintersaison 21/22 und blickt in den vielversprechenden Sommer. Für den kommenden Herbst und Winter braucht es jedoch eine Strategie, um im Tourismus einerseits Mitarbeiter zu halten und andererseits der Teuerung entgegenzuwirken.

 

Wintertourismus trotz Corona stark

„Die heimische Beherbergungsbranche konnte in der letzten Wintersaison 52,7 Millionen Nächtigungen verzeichnen. Der Wintertourismus hat damit gezeigt, dass trotz Coronapandemie eine solide Wintersaison möglich ist“, so die Bilanz von Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler anlässlich der neuen Statistik Austria Zahlen für die abgeschlossene Wintersaison 21/22. Vor allem die zweite Saisonhälfte ab Februar konnte laut Krauss-Winkler sehr gut genutzt werden. Dies sei ein klares Signal dafür, dass mit den nun etablierten Präventionskonzepten eine sichere Wintersaison möglich ist.

Vor allem die Stadthotellerie sei in dem vergangenen Winter besonders gefordert gewesen, da e durch die fehlenden Weihnachtsmärkte und Großveranstaltungen an Nachfrage nach Übernächtigungen mangelte, führt die Staatssekretärin weiter aus. Allerdings gibt es hier auch einen Aufwärtstrend: Monat für Monat verringert sich der Abstand zum Vorkrisen-Niveau 2019. Im April liegt das Nächtigungsergebnis mit 7,5 Millionen nur noch um 8,5 Prozent unter den Werten von 2019.

 

Arbeitskräfte entscheiden maßgeblich über den Erfolg der Branche

Die kommende Sommersaison ist sehr vielversprechend, wird jedoch vom großen Arbeitskräftemangel und den extremen Teuerungen stark belastet. Es fehlen tausende Mitarbeiter, die entweder die Branche gewechselt haben oder die aus den EU Mitgliedstaaten nicht mehr in dem Maße zurückgekommen sind, wie dies bisher der Fall war.

„Wir müssen jetzt alles daransetzen, den durch die Teuerungen besonders betroffenen Tourismussektor zu entlasten sowie Lösungen für den Arbeitskräftemangel zu finden“, sagte Kraus-Winkler.

Worin bestehen das Problem und die mögliche Lösung? Die Staatssekretärin dazu: „Die RWR-Karte und die Stammsaisonier-Regelung sind wichtige Instrumente, aber in der jetzigen Situation und vor allem für diesen Sommer noch nicht ausreichend, wenn es darum geht, Mitarbeiter anzuwerben. Dazu kommt, dass alle Branchen händeringend Mitarbeiter suchen. Der Wirtschafts-und Tourismusaufschwung darf nicht durch fehlende Arbeitskräfte gefährdet werden. Allen ist bewusst, dass es für die bereits begonnene Sommersaison mehr Lösungen braucht, hier bemühen wir uns um eine möglichst schnelle Einigung,“ so Kraus-Winkler.