Richtig gelesen, entlasten die Karmasin-Chats Kurz

Foto: ÖVP/ Florian Schrötter
Foto: ÖVP/ Florian Schrötter

Ein neuer Aspekt in den Anschuldigungen der WKStA gegen Sebastian Kurz. Die ehemalige Familienministerin Sophie Karmasin klärt über ihren Anwalt zu Chats auf, die die WKStA eigentlich gegen Kurz verwenden wollte. Durch die Aufklärung zeigt sich: Die Schlussfolgerung der WKStA ist falsch und Kurz entlastet.

 

Laut Anwalt völlig anderer Grund des Austausches, als von WKStA vermutet:

Darum geht es: Die WKStA hatte in ihrer – bereits als intransparent kritisierten – Chat-Auswertung konstruiert, dass Sebastian Kurz mit der ehemaligen Familienministern, Sophie Karmasin, über strafrechtlich relevantes gesprochen haben soll.

Dazu meldete sich nun Karmasin, vertreten durch ihren Anwalt, zu Wort. Und gibt eine eindeutige Erklärung, warum Kurz wohl mit Karmasin sprechen wollte – jedoch keineswegs etwas strafrechtlich Relevantes.

 

Um was ging es in den Chats also wirklich?

Karmasin lag als Bundesministerin mit dem damaligen Vizekanzler Reinhold Mitterlehner im Clinch, weil dieser sie öffentlich politisch anschuldigte. Karmasin wollte deswegen das Regierungsteam verlassen.

Um das zu verhindern und eine Regierungskrise zu vermeiden, wollte Kurz also ein persönliches Gespräch mit Karmasin führen, ergibt die Klarstellung durch Karmasin, veröffentlicht durch ihren Rechtsanwalt.

 

Die Richtigstellung der Chats ruft eine politische Einordnung hervor: Der 1. Stv. Klubobmann der Volkspartei, August Wöginger, sieht in den Chats eine „massive“ Entlastung Kurz‘. Außerdem zeige die falsche Interpretation der Chats, „wohin eine Vorverurteilung führen kann“.